Gruseln geht auch ohne Blut: Die 8 besten Psycho-Horrorfilme

The Conjuring 2

Du magst es, ordentlich erschreckt zu werden, kannst aber auf Blut und sonstige unappetitliche Anblicke gut verzichten? Auch für dich gibt es richtig gute Horrorfilme, die dir garantiert den Angstschweiß auf die Stirn treiben ohne dir auf den Magen zu schlagen.

Kennst du das? Eigentlich magst du den wohligen Schauer eines guten Gruselfilms, aber auf die oftmals viel zu blutigen Szenen hast du gar keine Lust. Dann hilft der Griff zum richtigen Film. Einige der besten der vergangenen Jahre stellen wir dir hier vor.

Lights Out

Die lange Version eines Kurzfilms, mit der der schwedische Regisseur David F. Sandberg ein Hollywood-Studio beeindrucken konnte: Ein geheimnisvolles Wesen, das sich lediglich in völliger Dunkelheit bewegen kann und bei Licht verschwindet, macht Jagd auf die Familie von Sophie (Maria Bello) – aber warum? Tochter Rebecca (Teresa Palmer) und ihr kleiner Bruder Martin versuchen das Rätsel zu lösen.

Recht unblutig, aber megaspannend erzählt der nur 80 Minuten lange Film seine Story mit vielen gelungenen Schreckmomenten.

It Follows

Einer der besten Horrorfilme der vergangenen Jahre: Die junge Jay (Maika Monroe) hat Sex mit ihrem neuen Freund Hugh (Jake Weary) in seinem Auto. Direkt danach betäubt Hugh sie und als sie wieder erwacht, hat er sie an einen Rollstuhl gefesselt. Hilflos muss sie mitansehen, wie eine nackte Gestalt sich ihr langsam nähert. Hugh erklärt ihr den Fluch. Sie muss diesem Wesen unbedingt entkommen, erreicht es sie, ist sie tot. Loswerden kann sie den Fluch nur, wenn sie mit einer anderen Person Sex hat und ihn so weitergibt. Mit jedem Tag, den Jay lebt, gerät sie mehr in Panik, denn das Ding kommt ihr stetig näher und näher.

Keine blutigen Momente, aber intensivste Spannung mit einem tollen Soundtrack: It Follows ist ein moderner Meilenstein des Horrorfilms und zeigt, dass es gut ohne Splatterszenen geht.

The Conjuring

Ob man hier den ersten oder zweiten Teil besser findet, ist wohl Geschmackssache – megaspannend sind beide. Basierend auf den Erinnerungen des Ehepaares Warren, die sich auf die Untersuchung von Geistererscheinungen spezialisierten, erzählen die Filme von einem Spukhaus in Rhode Island und dem Poltergeist von Enfield, London. Regisseur James Wan gelingt es in beiden Filmen, das Publikum in die Sitze zu drücken, so grandios spielt er mit den Nerven seiner Zuschauer. Dabei fließt kaum ein Tropfen Blut, aber umso mehr Schweiß.

Blair Witch Project

Dieser Film von 1999 ist aus mehrerer Hinsicht ein extrem wichtiger Film: Zum einen schuf er quasi im Alleingang das mittlerweile reichlich ausgelutschte Sub-Genre des "Found Footage"-Films. Also eines Streifens, der scheinbar aus gefundenem Videomaterial zusammengestellt wurde und somit eine Echtheit vorgaukelt, die natürlich nicht real ist. Zum anderen erreichten es die Macher mit cleverer Marketingstrategie im Internet den Eindruck zu erwecken, die frei erfundene Filmhandlung der Hexe von Blair sei tatsächlich eine alte Legende, die tatsächlich echt ist.

Tatsächlich zeigt der Film keinerlei Gewalt, ist aber derart dicht inszeniert und atmosphärisch brillant gemacht, dass er zartbesaiteten Zuschauern auch heute noch Gänsehaut beschert.

Shining

Abgesehen von einer Menge Blut in einer von Dannys Visionen ist das Meisterwerk von Stanley Kubrick weitgehend harmlos, was derbe Effekte angeht. Aber auch nur da. Die Story aus der Feder von Horrorkönig Stephen King machte Kubrick zu einem der prägendsten Horrorfilme der 80er Jahre. In einem von Geistern heimgesuchten Hotel drehte der Hausmeister (Jack Nicholson) langsam durch, während seine Frau und sein Sohn dem Wahnsinn entkommen wollen.

Diesen Film darf eigentlich kein Fan spannender Filme ignorieren.

The Haunting

Ein weiterer Klassiker, der bereits aus dem Jahr 1963 stammt: Eine Gruppe Wissenschaftler um einen Uni-Professor und ein Medium wollen in einem alten Haus herausfinden, ob es dort wirklich spukt. Diese Frage findet im Lauf der Geschichte eine deutliche Antwort.

Komplett ohne Blut oder irgendwelche Monster oder Gespenster inszenierte Regisseur Robert Wise den Film nach einem Roman der Autorin Shirley Jackson (für Stephen King eine der Besten ihres Fachs) so intensiv, dass der Zuschauer ein paar der Szenen garantiert nie wieder vergisst.

Insidious

Und noch einmal James Wan: 2010 inszenierte er mit diesem Film einen Klassiker der Jumpscares. Ohne viel Blut peitschte er so den Puls seines Publikums stetig nach oben und schuf Szenen, die als Vorbild für viele weitere Filme nach ähnlichem Strickmuster dienten – meist aber nicht so gut gelangen wie hier.

Eine junge Familie wird von bösen Geistern heimgesucht. Als ein Medium versucht zu helfen, entdeckt es einige gruselige Familiengeheimnisse.

Juon: The Curse

Die vielleicht gruseligsten Geister der Filmgeschichte stammen aus Japan. Weil eine Familie in ihrem Haus auf grausige Art zu Tode kam, spukt sie dort und reißt jeden neuen Bewohner in den Tod. Blut gibt es nicht, aber was Regisseur Takashi Shimizu hier in Sachen Terrorszenen mit Geistern hinlegt, gehört zum Besten, was Japan zu guten Horrorfilmen beigetragen hat. Hier sind gute Nerven gefragt!

Noch mehr Stoff für Film-Junkies

Mehr Stoff aus der Welt der Filme gefällig? Dann wagen wir hier eine Prognose, warum Ridley Scott für den Untergang der Alien-Reihe verantwortlich ist und ob der "Terminator" noch zu retten ist, könnt ihr hier nachlesen. Und: Welche Filme werden dieses Jahr noch unfassbare 20 Jahre alt? Schaut doch selbst – und fühlt euch so richtig alt...

Aufmacherbild: (© 2016 Warner Bros. Entertainment Inc. and Ratpack-Dune Entertainment LLC)

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