Von bizarr bis bekloppt: Diese 9 Filme gäbe es ohne "Star Wars" nicht

The Black HoleLeser-Tipp

Einer der besten Wege, um in Hollywood schnell Kasse zu machen: Man produziert einfach einen Abklatsch von einem sehr erfolgreichen Film. Besonders "Star Wars" stand dabei hoch im Kurs, orientieren sich doch wirklich skurrile Machwerke an dem Weltraum-Epos. Wir haben euch die ungewöhnlichsten "Rip-Offs" herausgesucht.

Message from Space

Diese japanische Variante von "Star Wars" klaut sich einiges von der Ästethik und Charakterisierung des Originals. Natürlich ohne dabei Anlehnungen an die Manga-Kultur zu vernachlässigen. Besonders ins Auge fallen bei "Message from Space" zuerst einmal die unglaublich schlechten und lachhaften Spezialeffekte. Selbst für einen Film von 1978 sind die Schiffsminiaturen und Weltraumausflüge einfach nur unterste Schublade und wurden offenbar mit weniger Budget produziert, als ihr für ein Kino-Ticket bezahlen würdet.

Dünyayi Kurtaran Adam

Auch bekannt als die türkische Star-Wars-Version, ist dieser Film wohl eines der besten Beispiele für einen frechen, wenn auch zum Brüllen komischen Abklatsch. Hier wurde nicht nur kopiert, es wurden gleich ganze Szenen aus dem Star Wars Film "A New Hope" einfach in diesen Film hineingeschnitten. Und das ist noch nicht einmal das verrückteste an diesem Machwerk: Der Film beginnt damit, dass die zwei "TIE-Fighter"- Piloten Ali und Murat nach einer Schlacht im Weltraum auf einem Wüstenplaneten abstürzen. Ab diesem Punkt, gibt es dann für die folgenden Handlung sprichwörtlich kaum noch Hoffnung. An einer Stelle versucht Ali mit einer Hundepfeife eine hübsche Maid anzulocken, stattdessen kommt aber eine Skelett-Armee angerast. Wirklich witzig und offensichtlich mit weniger Geld verwirklicht, als für die Anschaffung einer Tütensuppe nötig ist. Selbst Filmriese Fox war damals derart "baff", dass das Studio davon absah die Macher von "Dünyayi Kurtaran Adam" zu verklagen.

The Shape of Things to come

Auch die Kanadier wollten sich den Hype um Star Wars nicht durch die Finger rinnen lassen und veröffentlichen 1979 diesen Science-Fiction-Sondermüll, der auf dem erfolgreichen Zukunftsroman "A Shape of Things to come" von H.G Wells basieren sollte. "Sollte", denn der Regisseur hatte das Drehbuch bei dem Kauf der Rechte längst vollendet und verwendete nur den Namen – ansonsten hatte der Film rein gar nichts mit dem Buch zu tun. Wieder einmal fallen euch sicherlich die unfassbar miesen Spezialeffekte sofort ins Auge , die sogar noch um einiges übler waren, als die von der damaligen TV-Serie "Kampfstern Galactica". Aber seht selbst:

Yor: The Hunter from the Future

Eigentlich basiert der Film auf einem argentinischen Comic, dass die Italiener hier als Vorlage für diesen völlig durchgeknallten Mix aus Science-Fiction und prähistorischem Jäger-Drama genutzt haben. Denn die erste Hälfte von "Yor" mutet keineswegs nach Star-Wars sondern eher nach einer Mischung aus "Conan" und die "Reise zum Mittelpunkt der Erde an". Zu "knackiger" 80er Jahre Metal-Musik stapft "Yor" durch eine unwirkliche, von Dinos und Zauberern bevölkerte Welt und plötzlich hat der Film dann wohl keine Lust mehr auf sich selbst. Denn ab der Hälfte wird "Yor" dann tatsächlich zu einer lachhaften Kopie von "Star Wars". Eigentlich der filmgewordene Traum eines jeden 8-jährigen, wenn Dinos auf Science-Fiction treffen – das Ergebnis ist allerdings derart von der Rolle, das selbst Kinder schnell Reißaus nehmen dürften.

Starchaser – The Legend of Orin

Was zuerst nach einem deutlich von "Star Wars" inspirierten Kinder- und Jugendfilm anmutet, entpuppt sich schon nach kurzer Spieldauer als ein doch recht gewalttätiges und übles Machwerk, das dem sicher noch zu untersuchenden Geisteszustand des Regisseurs zuzuschreiben ist. Für Kinder ist dieser Zeichentrickfilm rein gar nichts. Dennoch betrat "Starchaser" damals revolutionäres Gebiet, denn es war einer der ersten Filme, die Zeichentrick und – für damalige Verhältnisse – aufwändige Computergrafik zusammen brachte. Glücklicherweise entstanden auf diese Weise noch viel mehr Filme, die deutlich mehr zu bieten hatten als "Starchaser".

The Bunglers in the Planet Wars

Die Brasilianer entschieden sich damals dafür, aus ihrem Star-Wars-Abklatsch eine Parodie auf das Vorbild zu machen und waren damit ihrer Zeit voraus. Denn auch hier – wie viel später in "Spaceballs" – tummeln sich Figuren, die an die Helden und Schurken aus Star Wars erinnern. "Darth Vader" sieht aus, als hätte ihm seine Mama das Kostüm für Halloween zusammengebastelt und der haarige Sidekick erinnert an Chewie nach einen extrem missglückten Friseur-Besuch. Die Zeitlupen-Einlagen waren eigentlich dazu gedacht, die Schlechtigkeit der Effekte und übertünchen, bewirken aber hier genau das Gegenteil. Nur gut, dass uns Mel Brooks Jahre später mit einer guten Persiflage zu "Star Wars" beglückt hat.

Space Mutiny

Dass dieser Science-Fiction-Rip-Off aus dem Jahre 1988 nicht aus dem Stand weg verklagt wurde, ist bis heute ein Rätsel. Denn "Space Mutiny" bietet nicht etwa eigene Effekte, sondern kopierte einfach Szenen aus "Kampfstern Galactica" 1:1 in den Film hinein. Der Film besteht mehr als zur Hälfte aus den Spezialeffekten der bekannten Serie und hat auch sonst eine Menge zu "bieten": Charaktere sterben, sind aber in der nächsten Szene dann wieder am Leben, die Geschichte passt vorne und hinten nicht zusammen und immer wieder scheinen den Dialogen ganze Passagen zu fehlen. Dennoch hat "Space Mutiny" einen sonderbaren Charme und auch ein paar recht nachhaltige Momente, wie etwa ein Go-Kart-Rennen im Raumschiffhangar.

Battle Beyond the Stars

Trash-Ikone Roger Corman erschuf 1980 den wohl besten Abklatsch von Star Wars. "Battle Beyond the Stars" war mit zwei Millionen Dollar sein mit Abstand teuerster Film und das Ergebnis war erstaunlich kompetent. Die Mischung aus "Star Wars" und "Die sieben Samurai" hat zwar einen mehr als dünnen Plot, für die Herstellungskosten können sich die Spezialeffekte von James Cameron (Avatar) und der Soundtrack von James Horner (Titanic) wirklich sehen und hören lassen. Corman, ein Fuchs wie er im Buche steht, nutzte alle Aufbauten aus "Battle Beyond the Stars" dann sogar noch einmal für seinen nächsten Film "Space Raiders".

Das schwarze Loch

Lange bevor der Disney-Konzern zum Eigner der Rechte an Star Wars wurde, versuchte sich das Studio an einer ganz eigenen Version des Weltraum-Epos. Die bizarre Story um einen durchgedrehten Wissenschaftler (Maximilian Schell) und seinen furchteinflößenden Wach-Roboter "Maximilian" hatte allerdings größere Probleme mit der Ausrichtung. An einigen Stellen ist "Das schwarze Loch" ein Film für Kinder, an anderen wiederum richtet er sich eindeutig an ein erwachsenes Publikum und ist in diesen Szenen höchstens für Albträume bei Kindern gut. Dennoch lohnt es auf jeden Fall, sich den Film einmal anzusehen. Es ist sogar ein Remake im Gespräch, allerdings gibt es bis jetzt dazu noch keine neuen Details.

Nach diesem Exkurs verspürt ihr den Drang, wieder ins das echte "Star-Wars-Universum" zurückzukehren? Dann haben wir hier alles zum neuen Han Solo-Film für euch, erklären hier, welche Serien, Bücher und Filme eigentlich zu Star Wars gehören. Und wenn ihr wissen wollt, was es mit dem letzten Jedi auf sich hat, dann werdet ihr in diesem Artikel fündig.

Aufmacherbild: (© 2017 Amazon/Walt Disney Productions)

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