Freeletics Running: So schlägt sich die Fitness-App im Test

Microsoft Band 2

Freeletics ist seit längerem bekannt für seine Fitness-Apps. Mit Freeletics Running kommt jetzt eine Anwendung speziell für Läufer auf den Markt. Wir haben uns die App mal genauer angesehen und verraten euch, wie es sich damit läuft.

Installation und VoraussetzungFreeletics Runningen

Freeletics Running ist sowohl für iOS als auch für Android verfügbar und steht im App Store sowie im Google Play Store kostenlos zum Download zur Verfügung. Über eine Windows-App oder deren Planung ist leider noch nichts bekannt. Die Anwendung funktioniert mit allen Android-Systemen ab 4.1 Jelly Bean. Apple-Geräte müssen mindestens iOS 9.0 installiert haben.

Auf die Plätze: App-Start und Features

Wenn ihr die App das erste Mal startet, müsst ihr euch zuerst mal einloggen. Dies könnt ihr entweder mit einem Freeletics-Account machen oder alternativ mit eurem Facebook-Konto. Danach müsst ihr noch eure persönlichen Daten eingeben: also Geburtsdatum, Gewicht und Körpergröße. Dies ist natürlich notwendig, damit die App euch bessere Tipps für das Training geben kann. Anschließend müsst ihr noch ein eigenes Ziel wählen, das ihr erreichen wollt. Hierbei habt ihr die Auswahl zwischen "Generell fit werden", "Ausdauer steigern", "Abnehmen" oder "Schnell werden". Nachdem ihr euer Ziel festgelegt habt, kann es dann auch direkt losgehen mit dem Training.

Freeletics Running: Ein Coach euch zu knechten

Anschließend habt ihr dann Zugriff auf die drei Kategorien, die wir euch jetzt im Detail vorstellen. An erster Stelle gibt es die sogenannte "Coach-Kategorie". In dieser habt ihr Zugriff auf euren eigenen digitalen Trainer, der euch motiviert, Tipps gibt und auf euren Körper und das Fitness-Ziel eingestellt ist. Allerdings müsst ihr, um dieses Feature nutzen zu können, ein kostenpflichtiges Abonnement abschließen. Ein Monats-Abo kostet euch 12,99 Euro (2,99 Euro pro Woche), bei einem Jahresabonnement zahlt ihr 79,99 Euro, also nur 1,53 Euro pro Woche. Dafür habt ihr dann allerdings euren eigenen Coach in App-Form. Diese Funktion ist durchaus praktisch und führt euch Woche für Woche an euer Ziel heran. So bekommt ihr jede Woche einen neuen Trainingsplan, der sich aus den einzelnen Workouts und einzelnen Läufen zusammensetzt. Dabei bekommt ihr eine Übungsreihenfolge vorgegeben, um die Trainingsbestandteile in einer optimalen Abfolge zu erledigen. Ein bisschen schade ist allerdings, dass die Abfolge nur durch Angaben wie "Tag 1" oder "Tag 2" betitelt werden. Es ist nicht klar, ob drei Einheiten innerhalb von drei Tagen erledigt werden sollen oder wie lange ihr dazwischen pausieren solltet. Hier wäre es praktischer, wenn die App gerade Lauf-Anfänger etwas mehr an die Hand nehmen würde, um sie ins Training einzuführen.

Workouts für jeden Trainingstyp

Die zweite Kategorie der App präsentiert euch insgesamt zwölf Workouts, die alle mit Namen aus der ägyptischen Mythologie wie etwa "Horus" oder "Seth" betitelt sind. Falls ihr kein Abo abgeschlossen habt, könnt ihr allerdings nur auf vier der Workouts zurückgreifen. Die Workouts sind in verschieden intensive Abschnitte unterteilt und räumen euch ausreichend Möglichkeiten ein, um zwischendrin wieder zu Atem zu kommen. Allerdings könnt ihr die empfohlenen Pausen nicht abbrechen, selbst wenn ihr euch schon bereit für den nächsten Teil der Workouts fühlt. Dies ist allerdings von Herstellerseite aus nachvollziehbar: Schließlich sind auch festgelegte Pausen ein wichtiger Bestandteil des Trainings.

Freie Streckenwahl bei den Distanzläufen

Der dritte Teil besteht aus den Langstreckenläufen, die schlicht und einfach mit der Überschrift "Distanzen" tituliert werden. Hier habt ihr die Möglichkeit, unterschiedliche Streckenlängen einzugeben und später eure zurückgelegte Strecke auf einer Karte nachzuvollziehen. Bei dieser Möglichkeit könnt ihr ganz nach euren eigenen Wünschen die Streckenlänge selbst bestimmen oder, falls ihr einfach mal ins Blaue loslaufen wollt, einen sogenannten "Free Run" wagen. Zur besseren Motivation könnt ihr euch dabei mit Audioansagen unterstützen lassen. Dann bekommt ihr vom Coach Mitteilungen über die bereits zurückgelegte Strecke oder etwa eine Ansage, dass es nur noch 100 Meter bis zum Ziel sind.

Anschließend könnt ihr eure Leistung natürlich auch mit anderen Nutzern der Freeletics Running App vergleichen. Zur Zeit ist es noch nicht möglich, die Erfolge mit Nutzern der "Freeletics Bodyweight"-App zu vergleichen. Allerdings deutet die Nachricht "Keine Sorge! Wir arbeiten hart daran alle Freeletics App zu verbinden." darauf hin, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis auch das möglich ist.

Fazit: Solider Start

Die "Freeletics Running"-App ist eine praktische Anwendung für Jogger und solche, die es noch werden wollen. Bereits im Lieferumfang enthalten sind einige Workouts sowie die Möglichkeit des sogenannten "Free Runs". Falls ihr also nur ab und an eine Runde laufen wollt und einen Überblick über eure bereits zurückgelegten Routen haben möchtet, ist die Gratis-Version ohne Trainer wahrscheinlich schon absolut ausreichend. Wenn ihr Laufen allerdings als Sport betreibt und etwa auf ein konkretes Ziel hinarbeiten wollt, dann bietet euch der persönliche Coach die optimale Betreuung. Hier bekommen Anfänger genaue Vorgaben, die sie bei den Übungen beachten müssen, und näheren sich sprichwörtlich Schritt für Schritt ihrem Ziel. Zusätzlich stehen euch in der Abo-Variante natürlich noch viel mehr Workouts zur Verfügung als das in der kostenlosen Variante der Fall ist. Es bleibt spannend, was kommende Versionen von "Freeletics Running" noch alles mit sich bringen werden. Hier wären dann etwa die Kombination der App mit den Daten der "Freeletics Bodyweight"-App wünschenswert, um beispielsweise das eigene Fitnesslevel besser im Blick zu haben.

Alternativen

Die Hauptalternative zu "Freeletics Running" dürfte, falls es euch nur um generelle Fitness geht, wohl die "Freeletics Bodyweight"-App desselben Anbieters sein. Wer in dieser App bereits die Coach-Funktion abonniert hat, bekommt die ersten drei Monate der "Freeletics Running"-App samt Coach-Unterstützung kostenlos. Wer allerdings weiterhin beide Coaches nutzen möchte, wird leider zweifach zur Kasse gebeten.

Eine andere Alternative ist "Runtastic" (für Android und iOS), eine der wohl bekanntesten Fitness-Apps. Diese App gibt es in einer Lite-Version, die kostenlos ist, sowie in einer Pro-Version, in der dann zusätzliche Coaching-Varianten, Routensuche oder etwa eine Wetteranzeige enthalten sind. Eine andere beliebte App ist "Strava" (Android/iOS), die in der Basisversion ebenfalls kostenlos ist. Auch hier könnt ihr eine Premium-Version gegen Bezahlung freischalten, die euch Extra-Features wie Heatmaps oder das Setzen von persönlichen Zielen bietet.

Ansonsten gibt es natürlich noch eine große Anzahl an Running-Apps, die komplett kostenlos sind. Allerdings sind diese dann auch vom Funktionsumfang her eher eingeschränkt. Wenn ihr also auf der Suche nach einer App-Unterstützung für eure Läufe seid, dann empfiehlt es sich, erstmal mit der kostenlosen Variante zu starten. Falls ihr dann Gefallen daran findet, könnt ihr anschließend den Coach engagieren.

Aufmacherbild: (© 2016 Microsoft)

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