HTC U11: Bei diesem Smartphone zählt der Händedruck

HTC U11Leser-Tipp

Mit dem HTC U11 will der Hersteller die Bedienung von Smartphones revolutionieren – zumindest ein bisschen: Die Seitenränder funktionieren wie große Tasten, über die ihr Apps ohne Umstände starten könnt.

Das HTC U11 ist der erste große Aufschlag der Taiwaner in diesem Jahr. Auf den ersten Blick sieht es aus wie jedes andere Top-Smartphone; die Metallhülle hochpoliert, die Ecken abgerundet. Mit einer Besonderheit kann sich das Smartphone dennoch von der Konkurrenz abheben: Die Seitenkanten sind berührungsempfindlich und funktionieren wie große Tasten für schnelle Eingaben. Drückt ihr diese fest ein, startet ihr etwa sofort die Kamera. Damit ließe sich das Smartphone sogar mit Handschuhen bedienen. "Edge Sense" heißt das neue Feature.

Edge Sense und Superkamera

HTC zufolge sollen Nutzer frei Funktionen an Edge Sense zuweisen können. Die Druckeingabe über die Ränder soll umständliche Displayeingaben abschaffen – etwa dann, wenn ihr ein Foto machen wollt und euch nicht die Finger verrenken wollt, um die Auslösetaste auf dem Bildschirm zu drücken. Dann reicht es schon, die Ränder des Smartphones einzudrücken, um ein Foto zu schießen.

HTC U11
HTC U11 (© 2017 HTC)

Wo wir schon bei der Kamera sind: Die 12,2-Megapixel-Knipse ist HTCs zweites großes Argument für das neue Flaggschiff. In einem Test der Expertenplattform DxOMark konnte sich das HTC U11 das beste Ergebnis sicher, den es je für ein Smartphone gab. Das mit f1.7 recht lichtstarke Objektiv wird von einer flotten Fokustechnik unterstützt. Die Frontkamera knipst mit üppigen 16 Megapixeln und hat eine Blendenöffnung von f2.0.

Flotter Snapdragon 835 an Bord

Befeuert wird das HTC U11 von Qualcomms Chip Snapdragon 835. Mit vier Gigabyte RAM Arbeitsspeicher und einem internen Speicher von 64 Gigabyte dürfte das Gerät allen erdenklichen Ansprüchen gerecht werden. Das 5,5-Zoll-Display löst in QHD auf, also bei 2.560 x 1.440 Pixeln. Der 3.000-mAh-Akku ist HTC zufolge in 90 Minuten voll aufgeladen. Die Home-Taste unterhalb des Displays enthält einen Fingerabdrucksensor, daneben liegen zwei kapazitive Tasten für die Android-typische Navigation. Wie es sich für ein aktuelles Flaggschiff gehört, ist das U11 wasserdicht und staubfest nach dem IP67-Standard.

HTC U11
HTC U11 (© 2017 HTC)

High-End-Sound und gleich drei Assistants

Wie das Vorgängermodell HTC 10 soll auch der Neuzugang bei audiophilen Nutzern punkten. Dafür dröhnt das U11 mit HTCs "Boomsound" über die Lautsprecher in "HiFi"-Stereo. Eine Kopfhörerklinke hat das Smartphone nicht mehr – dafür liegt ein USB-C-Adapter bei, der eure digitalen Beats auf analog umwandelt. Alternativ nutzt ihr einfach die mitgelieferten In-Ear-Kopfhörer mit integriertem Noise-Cancelling.

Auf dem HTC U11 läuft das aktuelle Android 7.1.1 Nougat – und gleich drei schlaue Programme, die euch im Alltag helfen sollen. Neben dem von den Pixel-Smartphones bekanntem Google Assistant ist auch eine Eigenkreation der Taiwaner an Bord: Der "HTC Companion", den manche vielleicht vom HTC U Ultra kennen, steht auch mit Rat und Tat zur Seite. Damit nicht genug: Auch Amazons Alexa tummelt sich in den Innereien des Smartphones. Ob das hilft, bleibt abzuwarten – sicher ist nur, dass sich mit diesem Smartphone niemand alleine gelassen wird.

Preis, Farben und Verfügbarkeit

Das HTC U11 gibt es in den Farben Blau, Silber, Schwarz und Weiß. Ab dem 1. Juni soll es zur unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers von 749 Euro im Handel starten. Im August will HTC ein weiteres Modell in Rot vorstellen.

Aufmacherbild: (© 2017 HTC)

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