Das iPhone als Werkzeug: So ersetzt ihr Wasserwaage, Zollstock & Co.

Werkstatt

Beim Renovieren und Einrichten des Heims darf ein gut bestückter Werkzeugkoffer nicht fehlen. Hammer, Rohrzange und Schraubenzieher können das iPhone zwar nicht ersetzen, doch es gibt Werkzeuge, die ihr getrost im Koffer lassen könnt.

Statt Wasserwaage: Kompass-App

Ohne Wasserwaage hängt kein Regal gerade. Oder doch? Wer ein iPhone hat, kann ebenfalls ein Brett waagerecht ausrichten. Dazu öffnet ihr einfach die Kompass-App und wischt einmal von links nach rechts. Jetzt legt ihr euer iPhone auf eine der vier Seiten und richtet das zu montierende Möbel aus. Praktisch, aber nur mit Hülle sinnvoll: Wenn ihr das iPhone auf den Rücken legt, könnt ihr beispielsweise einen Schreibtisch justieren. Die Hülle braucht ihr, um die leicht vorstehende Kamera zu kompensieren.

Statt Notizblock: Notiz-App

Um mal eben schnell eine Zeichnung vom Wohnzimmer mit den wichtigsten Maßen zu machen, greifen Häuslebauer zum Notizblock. Den enthält aber auch das iPhone in Form der Notizen-App. Öffnet diese einfach, erstellt eine neue Notiz, tippt unten auf das "+" und dann auf "Zeichnung hinzufügen". Jetzt könnt ihr mit Fineliner, Marker oder Bleistift eine Skizze erstellen und euch die wichtigsten Maße schnell vermerken.

Digitaler Werkzeugkoffer: Bauhaus Toolbox

Die praktische App des Baumarkts liefert euch gleich mehrere verschiedene Werkzeuge: Mit einem Raumplaner legt ihr euch im Handumdrehen Skizzen von rechteckigen, L-förmigen oder fünfeckigen Räumen an. So habt ihr nicht nur die Abstände zwischen den Ecken beim Einkauf zur Hand, sondern auch automatisch die Boden- und Wandfläche. Außerdem ist ein kleines Zentimetermaß mit an Bord, beispielsweise zur Vermessung von Schrauben oder anderen kleinen Arbeitsutensilien. Der Einheitenrechner hilft euch beim Umrechnen von Flächen, Energie, Längen, Volumen, Gewicht, Druck, Temperatur und Zeit. Die App bekommt ihr kostenlos im App Store.

Bauhaus Toolbox
Bauhaus Toolbox fertigt in Windeseile Skizzen von unterschiedlichen Räumen an (© 2017 )

Raumvermessung per Scan: Magicplan

Wer nicht manuell vermessen will, kann einen Raum per Scan digitalisieren. Mit MagicPlan müsst ihr euch nur in die Mitte des Raums stellen und die erste Ecke anvisieren. Anschließend dreht ihr euch um die eigene Achse und markiert alle weiteren Ecken bis zum Ausgangspunkt. Magicplan schätzt die Abstände zwar ziemlich gut, durch exakte Angabe der Länge einer Wand wird das Gesamtresultat jedoch genauer. Anschließend könnt ihr Objekte wie Türen, Treppen, Möbel oder auch Bodenbeläge einfügen. MagicPlan ist kostenlos im App Store erhältlich.

MagicPlan
Mit MagicPlan scannt ihr euren Raum automatisch (© 2017 )

Statt Kabelsuchgerät: Walabot DIY

Bevor ihr den Bohrer ansetzt, solltet ihr prüfen, ob Wasser- oder Stromleitungen im Weg sind. Fachgerecht verlegte Elektrokabel werden senk- und waagerecht in sogenannten Installationszonen verlegt. Haltet ihr euch an diese, stehen die Chancen gut, dass die Sicherung drin und die Wand trocken bleibt. Um aber sicher zu gehen, könnt ihr eure Wand vorher vermessen. Das klappt zwar nicht nur per App, dafür aber mit App und Zubehör. Beim Walabot DIY handelt es sich um einen Aufsatz, der per Magnet am Smartphone befestigt wird. Anschließend werden euch über die App Gegenstände in der Wand eingeblendet. Kleines Manko: Die iOS-App ist noch nicht verfügbar, soll aber in Kürze folgen.

Statt Schallpegel-Messgerät: dB meter

Wenn ihr auch am Abend oder am Wochenende Bauarbeiten durchführen wollt, kann es sinnvoll sein zu wissen, wie viel Lärm ihr mit Werkzeugen produziert. Aufschluss gibt die kostenlose Anwendung dB meter. Landet ihr bei circa 40 dB tagsüber, beziehungsweise 30 dB bei Nacht, überschreitet ihr die Zimmerlautstärke und solltet das werkeln lieber sein lassen.

Aufmacherbild: (© 2015 CC: Unsplash/Barn Images)

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