Das kann Alexas neuer Follow-Up-Modus

Amazon Echo Dot

Amazon hat Alexa einen praktischen Follow-Up-Modus spendiert, über den ihr als Nutzer mehrere Befehle hintereinander ohne Hotword erteilen könnt. Vorerst bleibt das neue Feature den Anwendern in den USA vorbehalten, doch auch in unseren Breiten dürfte es bald so weit sein. Hier schon mal ein Ausblick.

Was bewirkt ein solcher Follow-Up-Modus genau? Möchte ein Nutzer Alexa einen Befehl erteilen, weckt er sie normalerweise mit dem Ausruf „Hey, Alexa“ oder mit einem einfachen „Alexa“. Will er danach einen Anschlussbefehl erteilen, muss er die Aufmerksamkeit der smarten Assistentin abermals auf diese Weise für sich gewinnen. Das ist zugegebenermaßen in vielen Situationen ein wenig umständlich – und ändert sich nun mit dem Follow-Up-Modus.

Alexa lauscht etwas länger auf Zusatzbefehle

Das Feature ist einfach erklärt: Alexa wartet im Follow-Up-Modus einfach fünf zusätzliche Sekunden und harrt in dieser Zeit weiteren Sprachbefehlen. Ihr könnt sehen, dass Alexa noch auf einen Anschlussbefehl wartet, wenn beispielsweise an eurem Echo-Lautsprecher das Licht weiter leuchtet. Das Assistenzsystem soll damit in der Lage sein, zu verstehen, wenn ihr weiter mit ihr sprecht. Nach einem Befehl wie „Alexa, spiele Musik im Wohnzimmer“ wären Anschlussbefehle wie „reduziere die Lautstärke“ oder „spiele meine Playlist ab“ möglich. Dadurch fällt die Kommunikation mit Alexa zudem ein wenig natürlicher und weniger stockend aus.

Eine riesige Zeitersparnis ergibt sich dadurch allerdings noch nicht. Dazu wäre es notwendig, dass Alexa die einzelnen Befehle nicht bestätigt, sondern stattdessen Sätze mit „und“ richtig deutet. Auch zur zeitgleichen Ausführung mehrerer Befehle ist Alexa derzeit noch nicht imstande. Die KI müsste also ein Verständnis dafür entwickeln, wie ein Gespräch funktioniert und welches konkrete Anliegen der Nutzer hat. Denkbar wäre in diesem Zusammenhang auch, dass Alexa-Geräte eines Tages mithilfe visueller Sensoren noch besser erkennen können, ob sich eine Anfrage an sie richtet. Der Follow-Up-Modus sollte also wohl eher als ein Zwischenschritt betrachtet werden. Wenn ihr die Funktion nicht nutzen wollt, weil sie für euch nur eine Verzögerung bedeutet, ist das auch gar kein Problem: Ihr könnt sie nämlich direkt wieder deaktivieren. Zur Stunde gibt es allerdings noch keine Infos darüber, wann der Modus auch den hiesigen Anwendern zur Verfügung stehen wird.

Die Entwicklung von Alexa

Amazon Alexa entwickelt sich kontinuierlich weiter. In der Vergangenheit haben wir zum Beispiel darüber berichtet, dass die Assistenz neuerdings in der Lage ist, ihre Nutzer anhand der Stimme auseinanderzuhalten. Das funktioniert noch nicht ganz perfekt, weil gerade im Familienverbund einige Nutzer erfahrungsgemäß sehr ähnlich klingen. Trotzdem ist es eindeutig, dass die Annäherung von Mensch und KI ein stetiger Prozess ist.

Aufmacherbild: (© 2016 Amazon)

Mehr zu diesen Themen
Apps Smart Home
Jetzt folgen: