GIFs selber machen: So erstellt ihr im Handumdrehen eigene GIFs

Gif Me! Camera

Egal ob viraler Witz oder persönliche Botschaft, mit den kleinen, selbstablaufenden Videos lässt sich einfach alles sagen. Das findet auch Guru Sebastian und zeigt euch, wie ihr einfach und schnell eigene GIFs erstellen könnt und diese auch auf euer Smartphone kriegt.

GIFs beleben das Internet und jede Kommunikation, die darin stattfindet. Und das nicht erst seit auch Twitter und Facebook die Einbindung der kleinen Videos mit einer integrierten GIF-Bibliothekt ermöglicht. Auch ich erwische mich dabei, dass ich bei jeder Nachricht, die ich schreibe, fast schon automatisch auch nach einem passenden GIF suche. Sie machen aber auch einfach alles – zumindest ein bisschen – besser. Zur Bebilderung der eigenen Gefühlslage oder eines kleinen Gags, sind sie perfekt geeignet. Die Königsdiziplin ist allerdings das Erstellen eigener GIFs und genau dazu gebe ich euch jetzt ein paar Tipps. Na, seid ihr auch schon so aufgeregt wie ich?

GIF aus einer Videodatei erstellen

Die simpelste und beste Ausgangslage: Was auch immer ihr als Grundlage für euer GIF nutzen wollt, befindet sich bereits als Videodatei auf eurem Rechner. Viel tun müsst ihr jetzt eigentlich nicht mehr, um daraus ein anständiges GIF zu machen. Der GIF Maker der GIF-Datenbank "Giphy" hat im Kern schon alles was ihr jetzt braucht. Ladet euer Video in der Maske hoch, bestimmt die Start- und End-Timings eures zukünftigen GIFs, nehmt euch noch ein bisschen Zeit für die Detailarbeit der "Giphy-Datenbank", und schon seid ihr fertig. Das GIF steht euch via "Giphy"-Datenbank zur Verfügung. Achtet allerdings darauf, dass ihr keine Dateien verarbeiten könnt, die über 100 MB groß sind.

Alternativ könnt ihr auch "Zamzar" benutzen, um euer Video (maximal 50 MB) in ein GIF umzuwandeln. Der Vorteil: Ihr erhaltet das GIF anschließend als Datei per Mail und könnt damit machen, was immer ihr wollt. Der Nachteil: Die Oberfläche ist leider etwas altbacken und ermöglicht euch nicht das Beschneiden des Videos – das bedeutet, ihr solltet euer Quellmaterial bereits vor dem Hochladen entsprechend zugeschnitten haben.

Wer die volle Kontrolle und einige zusätzliche Funktionen auskosten möchte, findet mit dem "Giffing Tool" (Windows) und "GIF Brewery" (Mac) nützliche Programme dazu. Entgegen der ersten beiden Varianten müsst ihr hier allerdings euren Geldbeutel bemühen – "Giffing Tool" kostet mindestens einen US-Dollar, für "GIF Brewery" müsst ihr sogar ganze 5 Euro berappen. Das zusätzliche Investment ist in meinen Augen aber kaum nötig. Zwar gibt es mehr Einstellungsmöglichkeiten, und letztlich ist auch die Qualität der GIFs etwas besser, doch in den meisten Fällen braucht es das alles nicht wirklich. Ich für meinen Teil bin mit "Giphy" oder "Zamzar" bis jetzt ganz hervorragend gefahren.

Keine Sorge, es ist wirklich keine Wissenschaft!

Ein Video direkt als GIF aufzeichnen

Wollt ihr aus einer laufenden Sendung oder einem Video direkt ein GIF erstellen, bieten sich euch ebenfalls eine ganze Reihe an Möglichkeiten. Die beiden zuvor bereits erwähnten Programme "Giffing Tool" (Windows) oder "GIF Brewery" (Mac) können beispielsweise beide euren Computer-Desktop abfilmen und euch das Ergebnis anschließend als GIF ausspucken. Dafür müsst ihr lediglich bestimmen, welcher Teil eures Bildschirms im Video festgehalten werden soll, bestätigt anschließend die Aufnahme, schon seid ihr fertig. Das Ganze kann natürlich anschließend noch entsprechend zugeschnitten werden.

Aber die Erleichterung für alle Pfennigfuchser wie mich: Es gibt auch kostenlose Varianten, die den ersten beiden Beispielen in kaum etwas nachstehen. "Giphy Capture" ist eine Mac-Anwendung, "Gifster" ein anständiges Windows-Äquivalent. Beide Programme übernehmen die gleiche Funktion, greifen die gewünschten Bilder auf eurem Desktop ab und bieten euch die Aufzeichnung nach Wunsch zugeschnitten als weiter verbreitbares GIF an. Die Bedienung ist recht intuitiv und das Ergebnis top – bis jetzt habe ich mich dabei noch nicht nach den beiden Bezahl-Alternativen gesehnt.

GIF aus einem YouTube-Video erstellen

Ebenfalls eine beliebte Disziplin: Das Erstellen von GIFs aus bereits bestehenden Internet-Videos. Für diese Zwecke ist "Giphy" wieder eure erste Adresse. Der GIF Maker erlaubt euch auch das Einbinden von Links zu YouTube, Vimeo, Vine und zahlreichen anderen Video-Diensten im Netz. Habt ihr die URL eingetragen, wird das Video automatisch in die Maske geladen. Ganz wie beim Erstellen eines GIF anhand eines eigenen Videos könnt ihr auch hier das letztliche Ergebnis bereits in der Vorschau sehen und entsprechend beschneiden. Anschließend steht euch das GIF in der "Giphy"-Datenbank zur Verfügung und kann seine Kreise im Netz ziehen.

Viele Alternativen dazu bieten sich allerdings leider nicht, da Google recht restriktiv dabei ist, Drittanbietern Zugriff auf seine YouTube-Datenbank zu geben. Versucht ihr beispielsweise euer Glück mit "Zamzar" (welches eine solche Funktion ebenfalls anbietet), informiert die Webseite euch darüber, dass ihr eine Verarbeitung von YouTube-Links seitens Google verboten ist. Zumindest mit anderen Anbietern wie Vimeo funktioniert aber auch "Zamzar" ganz hervorragend.

GIFs mit eurem Smartphone erstellen

GIFs am Smartphone zu erstellen ist die schwierigste Variante der hier aufgelisteten Methoden. Zumindest dann, wenn ihr direkt die Anzeige eures Geräts abfilmen und weiter verarbeiten wollt. Die einzige Möglichkeit hier ist, eine Capture-Software einzurichten – das ist zwar heute nicht mehr ganz so kompliziert, wie noch in den Anfangstagen der Smartphones, ist aber doch noch immer etwas unhandlich. Anschließend müsstet ihr das Video nur auf euren Rechner laden und den ersten von mir genannten Schritt in diesem Artikel durchlaufen.

Alternativ gibt es allerdings eine ganze Reihe an Apps, mit denen ihr GIFs über eure Smartphone-Kamera oder mit Videos auf eurem Gerät erstellen könnt. Mein Favorit hierbei ist "Giphy Cam" – ihr merkt schon, ich habe eine kleine Schwäche für Giphy. Mit der iOS-App könnt ihr ganz einfach GIF-Videos aufzeichnen und anschließend mit einigen Effekten "aufwerten". Ebenfalls für iOS-Nutzer interessant ist die "GIF Toaster"-App, mit der ihr vorhandene Videos in ein GIF umwandeln könnt. Beide Apps sind übrigens völlig kostenlos. Android-Usern sei in diesem Zusammenhang die App "Gif Me! Camera" empfohlen.

Fazit: Viele Wege führen zum Ziel

Es gibt unheimlich viele Wege, ein eigenes GIF zu erstellen. Im Idealfall benutzt ihr allerdings ein bereits auf eurem Computer befindliches Video oder zumindest ein YouTube- oder Vimeo-Video. In beiden Fällen ist die Erstellung eines eigenen GIF kinderleicht. Für die anderen Varianten braucht es leider etwas mehr Vorbereitung und Arbeit. Aber egal – Hauptsache ihr macht das Internet mit euren GIFs zu einem besseren Ort.

Aufmacherbild: (© 2016 )

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