WhatsApp News-Ticker: Diese neuen Messenger-Features erwarten uns 2017

WhatsApp

Einfach nur texten und Emojis verschicken war gestern: Bei WhatsApp tut sich was, und zwar ständig. Welche Features neu sind oder bald den Weg auf euer Smartphone finden könnten – und natürlich, wie ihr sie optimal nutzt – erfahrt ihr hier.

WhatsApp ist die beste Erfindung seit der SMS: Heute tippen und teilen wir wie der Teufel, überall und jederzeit. Was kostet die Welt der Zeichen und Emojis. Egal ob als private Botschaft mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung oder im Gruppenchat mit bis zu 256 Teilnehmern: Das Teilen, längst auch von Sprachnachrichten, Fotos, Videos, Gifs, Dokumenten oder ganz einfach Standortorten, hat dank WhatsApp einen neuen Standard erreicht. Ja sogar Newsletter oder Lawinengefahr-Meldungen kommen mit dem Messenger unkompliziert aufs Smartphone. Um weiterhin der Leit-Messenger für mehr als eine Milliarde Nutzer zu bleiben, arbeiten die WhatsApp-Entwickler ständig an neuen Funktionen innerhalb der App. Ende letzten Jahres kamen große Errungenschaften wie die Videotelefonie, der WhatsApp-Anrufbeantworter oder die einfache Textformatierung dazu. In diesem Jahr wird WhatsApp schon acht Jahre alt – und wir verraten euch, welche neuen Messenger-Funktionen bei den ersten Beta-Testern der App 2017 so aufploppen – und hoffentlich bald mit einem Update auch Einzug auf eurem Smartphone halten.

WhatsApp bekommt Status-Funktion wie aus Snapchat

Mit dem nächsten Update lassen sich laut Unternehmensblog von WhatsApp ablaufende Statusmeldungen in Form von Fotos oder Videos teilen. Das Feature ähnelt der Stories-Funktion bei Snapchat: Auch bei WhatsApp wird der Statuszauber nach 24 Stunden vorbei sein und automatisch verschwinden. Auch die Statusinformationen sind Ende-zu-Ende-verschlüsselt – und rückblickend übrigens alles andere, als eine neue Idee: Tatsächlich war die persönliche Statusmeldung für Freunde bereits in der ursprünglichen Applikation integriert, noch bevor der Nachrichtenaustausch überhaupt möglich war. "Es ist erst acht Jahre her, als wir im Februar 2009 unsere ersten Zeilen-Codes für das, was jetzt WhatsApp ist, geschrieben haben. Die ursprüngliche Idee hinter diesem Projekt war eine App, mit der du deinen Freunden und deiner Familie mitteilen konntest, was du gerade so treibst", heißt es auf dem Unternehmensblog weiter. Und so soll das Status-Feature in Kürze für Videos und Fotos mit einem integrierten Status-Button wieder den Weg in die offizielle App-Version finden.

WhatsApp neuer Status
WhatsApp bekommt eine Status-Funktion wie Snapchat sie hat. (© 2017 )

Mit der Live Location könnt ihr die Standorte eurer Freunde herausfinden

Kürzlich tauchte die sogenannte Live Location in einer Beta-Version von WhatsApp auf: Eventuell können mit einem entsprechenden Update bald alle WhatsApp-Nutzer ihre Freunde orten. So eine Standortbestimmung ist in brenzligen Situationen wie dem einsamen Heimweg oder bei verspäteten Verabredungen sehr hilfreich sein – daher bieten sie andere Internetriesen wie Google die Standortabfrage längst an. Die WhatsApp-Ortung ist standardmäßig deaktiviert und lässt sich auch später selbstverständlich wieder abstellen. Wann die Live Location für alle kommt, ist leider noch ungewiss. Aber wer sie mal ausprobieren möchte, wenn es soweit ist, muss nur in die App-Einstellungen und hier die Standortabfrage aktivieren. Im Menü lässt sich zudem einstellen, wie lange die eigene Ortung für Freunde freigegeben ist. WhatsApp legt hier Wert auf Sicherheit: So muss die Standortabfrage für jede Gruppe extra aktiviert werden. Und nur, wer den eigenen Standort preisgibt, kann die Position anderer Nutzer erfahren. Versagt allerdings mal der Smartphone-Akku, ist auch eine Ortung nicht mehr möglich.

WhatsApp gibt automatische Akku-Warnungen an Freunde heraus

Mitten in einer hitzigen WhatsApp-Diskussion herrscht plötzlich Funkstille – und ihr fragt euch, ob euer Gegenüber jetzt schmollt oder nur sein Akku leer ist? Oder ob er oder sie plötzlich verschollen ist? Der Messenger lässt euch mit solchen Fragen künftig womöglich nicht mehr allein und warnt euch, bevor dem Smartphone eures Gesprächspartners der Saft ausgeht. Die Funktion wird aktuell in der Beta-Version der App getestet, wie MacNotes berichtet. "Akkustand von [Nutzername] ist niedrig. Das Gespräch könnte bald enden": So oder so ähnlich lautet die Textwarnung von WhatsApp dann. Das funktioniert natürlich auch umgekehrt, wenn man selbst betroffen ist: Dann werden aktuelle Chat- oder Telefonpartner ebenfalls über die eigene schwächelnde Stromversorgung informiert.

iPhone 6 Akku
Praktisch: Bevor euch der Saft ausgeht, könnte WhatsApp eure Chatpartner demnächst informieren. (© 2016 Pexels/stokpic.com)

Abgeschickte WhatsApp-Nachrichten nachträglich löschen

Damit aber noch nicht genug: Wie der bekannte WhatsApp-Leaker "WABetaInfo" twitterte,  ist auch die sehnsüchtig erwartete Editierfunktion von bereits abgeschickten Nachrichten in Arbeit. Die soll Nutzern dann tatsächlich ermöglichen, verschickte Textnachrichten zurückzuholen – also nachträglich aus dem Chat zu löschen, solange der anderen sie noch nicht gelesen hat. Bisher können nur einige wenige Beta-Nutzer dieses mitunter würdevolle Feature ausprobieren. Bis es für alle Nutzer freigeschaltet wird, kann es noch etwas dauern und solange müssen voreilige Chatter wohl auf einen Trick oder eine gute Entschuldigung zurückgreifen, um ihre verschickten Nachrichten zurückzunehmen. Wer wissen will, ob er oder sie bei anderen WhatsApp-Usern blockiert wurde, kann das mit ein paar einfachen Kniffen ebenfalls herausfinden.

iOS-WhatsApp speichert Bilder in neuem Ordner

Endlich Ordnung im Bilderwust: In der aktuellen iOS-Version von WhatsApp werden Bilder, die ihr über die Anwendung erhaltet, in einem eigenen Ordner gesichert. Das verspricht zumindest die aktuelle App-Version mit der Nummer 2.17.3 im Apple App Store. Wie mobiFlipberichtet, wird mit der nächsten App-Aktualisierung ein neuer Ordner namens "WhatsApp" angelegt, in dem alle Fotos automatisch gespeichert werden, die ihr über den Dienst teilt. Das ist nicht nur übersichtlicher, sondern auch praktisch: Sucht ihr in der Foto-App nach Bildern, die ihr über WhatsApp empfangen habt, müsst ihr ab sofort nicht mehr die "Momente" durchsuchen, sondern könnt den jeweiligen Schnappschuss gezielt im "WhatsApp-Ordner finden.

Frau, iPhone, Fotografie
WhatsApp will mit einem extra Foto-Ordner mehr Übersicht aufs iPhone bringen. (© 2016 CC: Unsplash/Clem Onojeghuo)

Mit der 2-Faktor-Authentifizierung kommt ein zweites Sicherheits-Feature

Nachdem die 2-Faktor-Authentifizierung 2016 noch in einer Beta-Version nur auf Android-Geräten zur Verfügung stand, hat das Feature inzwischen den Sprung aufs iPhone und Windows Phone geschafft. Nachdem WhatsApp lange Zeit in der Kritik stand, sich nicht ausreichend um die Sicherheit seiner Nutzer zu kümmern, hat der Messaging-Dienst bereits im vergangenen Jahr die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eingeführt, um sowohl die Kommunikation als auch die Nutzerdaten vor dem Zugriff durch Dritte zu schützen. Mit der 2-Faktor-Authentifizierung gibt es nun ein weiteres sinnvolles Sicherheits-Feature. Um das zu nutzen, begebt ihr euch in die WhatsApp-Einstellungen und wählt den Unterpunkt "Account". Hier tippt ihr auf die Option "Verifizierung in zwei Schritten" und aktiviert diese. Daraufhin verlangt WhatsApp die Eingabe eines sechsstelligen Codes, den Nutzer selbst wählen. Wer vergesslich ist, gibt besser noch seine E-Mail-Adresse an. Ab sofort fragt euch WhatsApp jeden Tag beim ersten Öffnen der App nach dem Sicherheitscode. Auch beim Wechsel auf ein neues Smartphone wird der Code zu eurem eigenen Datenschutz abgefragt.

Praktisch nach dem Urlaub oder Parties: 30 Fotos auf einmal teilen

Das neu erschienene Update für die iOS-Variante von WhatsApp – und demnächst wohl auch ein Update für Android – ermöglicht es euch, bis zu 30 Fotos auf einmal mit euren Freunden und Bekannten zu teilen. Bisher konnten maximal zehn Bilder auf einmal verschickt werden. Nach einem gemeinsamen Urlaub oder einer lustigen Party dürfte es nun einfacher werden, die Aufnahmen zu verteilen.

Fotos spielen auch bei einem weiteren neuen WhatsApp-Feature eine wichtige Rolle: Dank eines verbesserten Speichermanagements ist es in dem Messenger-Dienst jetzt möglich, gezielt Inhalte zu entfernen und somit Speicherplatz freizuschaufeln. Das neue aufgemotzte Menü zur Speicherplatzverwaltung findet ihr über den Pfad "Einstellungen | Daten- und Speichernutzung | Speichernutzung".

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Digitale Urlaubsalben lassen sich mit bis zu 30 Fotos demnächst auch direkt über WhatsApp teilen. (© 2016 istock.com/AleksandarNakic)

Offline-Funktion: Inhalte für den Versand vorbereiten

Eine weitere praktische Neuerung bei WhatsApp ist die Offline-Funktion: So könnt ihr mit dem aktuellen Update nicht nur Nachrichten vorschreiben, auch wenn ihr euch gerade durch ein Funkloch bewegt, sondern auch Fotos in den WhatsApp-Briefkasten werfen. Bisher erschien bei fehlender Internetverbindung immer eine Fehlermeldung mit der Aufforderung, das Foto erneut abzuschicken. Jetzt könnt ihr euch den Klick sparen und euch darauf verlassen, dass der Messenger eure Inhalte automatisch erneut verschickt, sobald ihr wieder eine Verbindung habt. Ob es geklappt hat, erkennt man wie gewohnt an den beiden grünen Häkchen. Wenn ihr noch mehr relativ unbekannte aber praktische Alltagstipps für WhatsApp haben wollt, werft doch auch mal einen Blick in unsere WhatsApp-Trickkiste.

GIFs halten Einzug in WhatsApp für iOS und Android

iPhone-Besitzer können schon seit ein paar Wochen über WhatsApp GIFs verschicken. In der voll gepackten GIF-Datenbank des Anbieters Giphy werdet ihr auf jeden Fall auf viele weitere bewegende Bewegtbilder stoßen, die ihr am liebsten sofort mit Freunden über WhatsApp teilen wollt. Das könnt ihr auch – und zwar direkt über den Messenger und ohne WhatsApp zu verlassen. Die Funktion ist unter iOS zwar ein bisschen versteckt, aber durchaus vorhanden: Geht in WhatsApp über das Plus-Icon und zur eigenen Foto-Mediathek, um die Giphy-Datenbank zu erreichen. Und dann: Viel Spaß bei Stöbern und Lachen.

Android-Nutzer haben gleich doppelten Grund zur Freude: Erstens bekommen auch sie endlich die Möglichkeit, über WhatsApp GIFs zu teilen – zumindest laut der Beta-Version 2.17.16, wie Android Police berichtet – und zweitens wird die Funktion etwas einfacher zu finden sein soll, als unter iOS. Demnach müssten Android-Nutzer nur auf den Emoji-Button tippen und finden dann ganz unten auf dem Display ein GIF-Icon. Dahinter verbirgt sich das große, weite Giphy-Datenbank-Schlaraffenland. Wenn ihr euch für ein Bewegtbildchen entschieden habt, könnt ihr wie bei Fotos noch eine Bildunterschrift hinzufügen und ab geht die digitale Post.
Wann genau die GIF-Funktion und das neue Foto-Limit als neue Features Einzug in die finale Version von WhatsApp halten wird, ist leider noch ungewiss, aber sehr lange wird es garantiert nicht mehr dauern.

WhatsApp Gif
Yeah: WhatsApp arbeitet mit Hochdruck an der lang ersehnten Gif-Datenbank. (© 2017 )

Fazit: Alles, nur kein Stillstand

Mit welchen Neuerungen und erweiterten Funktionen WhatsApp 2017 noch so auftrumpfen will, erfahrt ihr zeitnah hier. Fest steht schon jetzt: Stillstand heißt Rückschritt – und das ist wohl das Letzte, das Mark Zuckerberg und sein Team im Schilde führen.  Wir halten euch auf dem Laufenden über alle WhatsApp-Leaks von bekannten Beta-Testern und geben natürlich auch die neuesten WhatsApp-Tipps weiter.

Aufmacherbild: (© 2016 )

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