"Game of Thrones": Wer wird im Finale zum wahren Bösewicht?

Game of Thrones Staffel 7

"Game of Thrones" soll ein spektakuläres Finale erhalten. Die Frage ist, ob die Weißen Wanderer darin tatsächlich die großen Widersacher sein werden – oder ob der große Bösewicht am Ende bereits näher ist, als so manch ein Zuschauer erwarten würde. Achtung: Hier gibt es mögliche Spoiler für Staffel 8.

Zwei Bösewichte dominieren aktuell das Geschehen in "Game of Thrones": Auf der einen Seite die untoten Horden der Weißen Wanderer unter dem Nachtkönig, auf der anderen Seite Königin Cersei Lennister, die ihre Truppen um die Söldner der Goldenen Kompanie erweitert hat. Dennoch gibt es viele Hinweise darauf, dass die wahre Widersacherin von Frieden und Wohlstand in Westeros am Ende der Erfolgsserie Daenerys Targaryen sein könnte.

Das größte Drama-Potenzial

In Sachen letzte Bösewichte in "Game of Thrones" spricht vor allem die Komplexität des daraus resultierenden Dramas für Daenerys und gegen den Nachtkönig und Cersei Lennister: Der Nachtkönig hat bislang noch keinerlei eigenen Charakter bekommen und ist ein namenloses, übernatürliches Wesen. Cersei hingegen ist schon seit der ersten Staffel bösartig und gefährlich. Zwar hat sie menschlichere Motive, eine Grauzone gibt es bei der inzwischen nur noch in Schwarz gekleideten Königin auf dem eisernen Thron allerdings kaum.

Daenerys hingegen ist im Lauf der Serie lange als große Heldin aufgetreten: Sie hat Sklaven befreit, Unterdrücker bezwungen und so eine Schar loyaler Anhänger für sich gewinnen können. Diese ist sie aber, das hat sie in den letzten Folgen gezeigt, durchaus willens, jederzeit fallenzulassen – für das große Ziel, den eisernen Thron zu besteigen und über alle sieben Königreiche zu herrschen.

Das Blut der Targaryen

Dieses äußerst sture Festhalten an ihrem vermeintlichen Geburtsrecht, aufgrund dessen sie auch Jon Schnee gezwungen hat, sich ihr zu unterwerfen und seinen Titel als König des Nordens abzugeben, könnte sie zum nächsten Tyrannen machen. Dazu kommt ihre Tendenz, wehrlose Gefangene von ihren Drachen verbrennen zu lassen – genau wie es ihr als der "Irre König" Aerys II. Targaryen bekannte Vater gerne tat.

Auch Daenerys Reaktion auf die Information, dass ihr Liebhaber Jon Schnee eigentlich ihr Neffe ist, bezieht sich auf ihr Ziel, den Thron zu erlangen: Schnee ist damit nämlich ein direkter männlicher Nachfahre der Targaryens und hat somit einen noch stärkeren Anspruch auf den eisernen Thron, als Daenerys selbst. Und wie Sam Tarly seinen Freund Jon gefragt hat: Der Stark-Ziehsohn war willens, seine Krone aufzugeben, um sein Volk zu retten – würde Daenerys das tun?

Daenerys als Atommacht

Daenerys begann ihre Karriere in "Game of Thrones" als harmloses Mädchen, das von seinem Bruder als Bezahlung für eine Armee eingetauscht wurde. Sie schaffte es mit Glück, diplomatischem Geschick und ihren familiär bedingten übernatürlichen Kräften, sich aus dieser Situation nach ganz oben zu arbeiten. Zwischendurch hatte sie drei Drachen als ultimative Waffe – Autor George R. R. Martin hat diese magischen Kreaturen immer mit Atombomben verglichen. Jetzt hat sie davon zwar nur noch zwei, das ist allerdings immer noch mehr als ihre Konkurrenten, nämlich der Nachtkönig mit einem und Cersei mit gar keinem.

Ob Daenerys Targaryen ihre Familientradition fortsetzt und eine wahnsinnige Königin wird, muss sich erst noch zeigen. Wir sehen die Vorzeichen dafür aber als durchaus vorhanden an. Schaut euch die nächsten Folgen an, um mehr zu erfahren!

Aufmacherbild: (© 2017 HBO)

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