Nach "Bandersnatch": Netflix will interaktiver werden

Netflix Hollywood Los Angeles

In einer Folge der Serie "Black Mirror" hat Netflix experimentiert und mit "Bandersnatch" eine spannende Geschichte erschaffen, bei der ihr als Zuschauer den Verlauf selbst bestimmt. Weitere Sendungen in diesem Stil sollen jetzt auf die Plattform kommen.

Netflix-Vizepräsident für Produkte, Todd Yellin, hat den Schritt angekündigt: Die interaktive "Black-Mirror"-Folge "Bandersnatch" brachte den erhofften Erfolg und nun sollen weitere Projekte in diesem Stil folgen. Innerhalb der nächsten zwei Jahre sollt ihr bei vielen Sendungen auf dem Streaming-Dienst die Handlung beeinflussen können. Diese müssen aber nicht zwangsweise so ernst und düster sein, wie es bei "Black Mirror" der Fall ist.

Romantik und Kommödie mit Optionen

Ohne Details zu geplanten Projekten zu nennen, hat Yellin zumindest laut überlegt: Er könne sich etwa einen Romantikfilm vorstellen. In diesem könnte der Zuschauer entscheiden, mit welchem Partner die Heldin des Films ausgehen soll – mit entsprechenden Konsequenzen in der fiktiven Welt des Streifens.

Auch abgedrehte Komödien sind für Yellin ein Feld, das von Interaktivität profitieren könnte. Da Klamauk-Handlungen ohnehin nicht vorhersehbar sind, wäre das, was auf eine Entscheidung hin passiert, für den Zuschauer eine lustige Überraschung. Hierbei wäre dann vor allem der Zufallsfaktor, den der Nutzer selbst beeinflussen kann, ein großes Plus.

Mit "Bandersnatch" hat Netflix einen Vorteil der eigenen Plattform gegenüber dem regulären Fernsehen genutzt: Per Smartphone-App in die Handlung eingreifen zu können und mehrere Stränge davon vorzubereiten ist halt nur beim Streaming-Dienst möglich. Da das Unternehmen alle Entscheidungen der Nutzer aufzeichnet, können sogar Daten für künftige Projekte gesammelt werden – und Netflix lernt den einzelnen User noch ein bisschen besser kennen.

Aufmacherbild: (© 2019 Netflix)

Mehr zu diesen Themen
Entertainment – Fitness – Gaming | Trends Entertainment Artikel | Trends