"Spawn": Todd McFarlane bestätigt Arbeit an einer neuen Comic-Verfilmung

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Darauf haben echte Comic-Fans gewartet: "Spawn", das düsterste Antihelden-Franchise der Comic-Welt, soll nach gut 20 Jahren erneut verfilmt werden. Todd McFarlane, der Mastermind hinter den Comics, hat in einem Interview bestätigt, dass er bereits so gut wie fertig mit dem Schreiben des Drehbuchs sei. Am Ende könnte ein 140 Seiten langes Script stehen.

Endlich wieder Antihelden

Avengers, X-Men oder die Justice League: Ständig retten uniformierte Superhelden-Armeen die Welt. Zwar mag der eine oder andere Charakter etwas kantig oder grummelig sein, im Endeffekt machen aber alle das Gleiche: Gutes tun. Spawn ist da ein anderes Kaliber. Todd McFarlane schuf eine klassische Antihelden-Figur, die fast nur durch extreme Gefühle wie Rache und Liebe angetrieben wird: Der ehemalige Special Forces-Soldat und CIA-Agent Al Simmons stirbt bei seinem letzten Coup durch Verrat und fährt daraufhin direkt und buchstäblich zur Hölle, als Strafe für das Töten Unschuldiger während seiner Arbeit. Durch einen Pakt mit dem Teufel Maleboglia tauscht er seine Seele gegen die Möglichkeit, zur Erde zurückzukehren und seine Frau Wanda noch einmal wiederzusehen. Doch dort hat sich viel verändert.

Simmons wandelt von nun an in der Gestalt des Spawn, einem schier unverwundbaren Dämonenkrieger, der seine einstigen Arbeitgeber jagt, andere Dämonen zu bekämpfen versucht und dessen wahre Bestimmung sich erst am Ende aller Zeiten zeigen wird.

Düsterer als die Version von 1997

Der große Unterschied zur 1997 erschienenen Filmumsetzung soll die Stimmung sein: Wesentlich dunkler, indirekter, weniger Gummianzüge und mehr Suspense-Feeling. Spawn 2.0 soll wie ein Geist über die Leinwand flimmern, McFarlane nennt ihn seinen "weißen Hai", von dem man nie genau wisse, wann und wo er wieder zuschlägt. Die besondere Erwartungshaltung der Comic-Gemeinde dürfte auch darin begründet sein, dass mit Spawn seit Langem eine Figur auf die Leinwand kommt, die nicht dem Marvel- oder DC-Universum entspringt. Überhaupt war der damalige Film in vielerlei Hinsicht ein Novum: Er war die einzige Superheldenverfilmung der 90er Jahre neben den ''Batman''-Teilen und Schauspieler Michael Jai White war der erste afroamerikanische Darsteller eines Comic-Helden.

Ist man heute von den übermäßigen Crossovers zwischen den mittlerweile unzähligen Blockbuster-Comic-Verfilmungen teils schon etwas überfordert, kann man sich bei ''Spawn'' auf ein geschlossenes Universum freuen, in dem die Spin-Offs bis auf eventuelle Easter Eggs wohl dankenswerterweise außen vor bleiben werden. Wann das Ganze allerdings in Produktion gehen soll, bleibt im Dunkeln. Der epische Kampf zwischen Spawn und dem Violator muss also noch etwas warten.

Aufmacherbild: (© 2016 CC: Wikimedia Commons/Gage Skidmore)

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