Fitnesstracker übertreiben beim Kalorienverbrauch

Sport

Immer mehr Menschen tragen einen Fitnesstracker am Handgelenk. Die Geräte werden immer ausgeklügelter und können mit jeder Generation mehr. Den Kalorienverbrauch messen sie aber großteils nicht so genau, zeigt jetzt eine Studie.

Mit wissenschaftlichen Methoden hat die BBC-Sendung X-Ray gemeinsam mit zwölf Probanden und der Aberystwith University in Wales drei Fitnesstracker überprüft: Zwei Einsteigergeräte, Letscom HR und Lesfit sowie der teurere Fitbit Charge 2 mussten dabei zu unterschiedlichen Aktivitäten den Kalorienverbrauch schätzen. Was die Probanden tatsächlich an Energie verbrannten, konnten die Wissenschaftler mit ihren Geräten anhand der Sauerstoffmenge errechnen, die verbraucht wurde.

Doppelt so hoch

So richtig exakt war keiner der Fitnesstracker, wenn es um die Schätzung des Kalorienverbrauchs beim Sport geht: Der Fitbit Charge 2 schätzte den Kalorienverbrauch beim Gehen doppelt so hoch ein, wie es tatsächlich der Fall war, traf beim langsamen Joggen mit nur vier Prozent Unterschied aber (fast) ins Schwarze. Die günstigeren Geräte verschätzten sich ebenfalls zwischen zwei und 30 Prozent, je nach Tätigkeit. Bei Frauen waren die Fitnesstracker tendenziell akkurater als bei Männern – was am unterschiedlichen Muskelanteil der Geschlechter liegen könnte.

Für die Forscher steht fest, dass sämtliche Fitnesstracker, unabhängig von ihrer Ausstattung und ihrer Preisklasse, nur grobe Schätzwerte liefern. Als Motivationshilfe sind die Geräte zwar sehr sinnvoll, als exakte Messinstrumente aber eher ungeeignet. Das bedeutet auch, dass Diät oder Muskelaufbau nur über Umwege nachzumessen sind, da hier ein Kalorienüberschuss oder -defizit relevant sind.

Aufmacherbild: (© 2017 picture alliance / Westend61)

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