Google Stadia: So schnell muss euer Internet sein

Google Stadia

Google Stadia soll das Gaming revolutionieren, indem die Konsole nicht mehr bei euch daheim, sondern in Googles Serverzentrum steht. Damit das Streaming von Spielen funktioniert, braucht ihr aber eine entsprechende Internet-Verbindung. Die bestimmt dann vor allem die Auflösung.

Auf der GDC konnte Googles Stadia-Boss Phil Harrison das Game-Streaming-System nicht nur erstmals öffentlich präsentieren, sondern auch Fragen dazu beantworten. Was die Journalisten vor allem wissen wollten: Was für Internet-Geschwindigkeiten sind nötig, damit die Spiele flüssig und sauber spielbar sind.

HD oder 4K gefälligst?

Für eine Auflösung von 1080p und 60 Bilder pro Sekunde (fps) ist laut Googles internen Tests eine Verbindung von 25 MBit/s nötig. Zwar verwende man bei Stadia an sich niedrigere Übertragungsraten, für Full HD wäre diese Verbindung aber dennoch empfehlenswert. Zum Launch soll Stadia 4k unterstützen und dabei dann allerdings nicht deutlich mehr Bandbreite benötigen: Hier reichen dann laut Harrison 30 MBit/s.

Ist die Internet-Verbindung nicht ausreichend schnell, skaliert das System automatisch die Auflösung herunter. Als Hardware reichen ein Chromecast und ein Stadia Controller. Wollt ihr am PC zocken, könnt ihr jedwedes USB-Gamepad verwenden. Was das Ganze kosten soll, will Google erst im Sommer verraten – die Leistung der Hardware im Serverzentrum jedenfalls soll die gängiger Konsolen deutlich übertreffen.

Ganz perfekt ist die Welt des Spiele-Streamings auch bei Stadia nicht: Journalisten von TechCrunch berichten von einer leichten aber spürbaren Verzögerung zwischen Steuerungsbefehlen und dem, was im Spiel passiert. Diese Latenz von 70 bis 130 Millisekunden wäre für durchschnittliche Nutzer absolut akzeptabel, dürfte aber Profispieler und E-Sportler von der Plattform fernhalten. Wo jede Zehntelsekunde zählt, sind Verzögerungen einfach nicht akzeptabel.

Probleme durch Distanz?

Dazu kommt die Tatsache, dass die Demo von Google Stadia in San Francisco stattgefunden hat und die dazugehörigen Server gerade einmal 80 Kilometer entfernt in San Jose standen. Wie es bei größeren Entfernungen und entsprechend längeren Wegen der Datenpakete durch Kabel aussieht, bleibt genauso abzuwarten, wie der für den Dienst aufgerufene Preis.

Nach dem Ende von Google Plus gibt es durchaus Sorgen, Google Stadia könnte am Markt scheitern und dann wieder eingestellt werden. Diese zerstreute Harrison: Google Stadia sei ein konzernübergreifendes Projekt, das in seiner Tragweite riesig sei. Tausende von Mitarbeitern arbeiten bei Google am Gaming-Stream und das Ganze ist zu wichtig, um wieder aufgegeben zu werden. Inwiefern Google mit seiner Vision die Welt der Spiele wirklich revolutionieren kann und ob Kinderkrankheiten rasch ausgeräumt werden können, erfahren wir sicherlich in naher Zukunft.

Aufmacherbild: (© 2019 Google / YouTube)

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