LTE 4G: Alle Infos

Auf die Abkürzungen LTE und 4G stößt man schnell, sobald man sich beim Kauf eines Smartphones mit dessen wichtigsten Funktionen und Eigenschaften beschäftigt. Doch was steckt eigentlich hinter diesen Bezeichnungen? - LTE ist der Mobilfunkstandard der vierten Generation (daher: „4G“), der auf die bekannte 3G-Technologie folgt. Die Abkürzung LTE selbst steht für Long Term Evolution, d.h.: langfristige Entwicklung. Das mobile Internet wird um ein Vielfaches beschleunigt und bietet dem Nutzer die Möglichkeit, auch unterwegs mit Höchstgeschwindigkeiten zu surfen.

Der Ausbau des LTE-Netzes in Deutschland wird von uns stetig vorangetrieben. Heute versorgen wir bereits einen Großteil der Bevölkerung mit LTE. In Städten kommen wir auf eine LTE-Abdeckung von rund 90 Prozent, bundesweit sind es rund 80 Prozent. Und wir haben inzwischen Netzgeschwindigkeiten von bis zu 225 Mbit/s gelauncht. Der Ausbau des LTE-Netzes erfolgt vorrangig dort, wo unsere Kunden leben und sich bewegen. Künftig werden unsere Kunden überall dort, wo sie heute Datendienste in guter Qualität nutzen, mit Highspeed im Internet surfen können.

Dafür haben wir bereits im Laufe der Netzintegration Standorte zusätzlich mit hochleistungsfähigem LTE ausgestattet sowie zusätzliche 4G-Stationen errichtet und werden das im Rahmen unserer fortlaufenden Netzoptimierung auch weiter tun. Bis Ende 2019 werden Kunden den Highspeed-Standard nahezu flächendeckend in ganz Deutschland nutzen können.

Die Mobilfunktechnik 4G LTE ermöglicht hohe Leistungsfähigkeit und zahlreiche Vorteile gegenüber der Vorgängertechnologie UMTS (3G). Vor allem als Ersatz für DSL spielt LTE heute, unter anderem im ländlichen Raum, eine wichtige Rolle.

Abgesehen von den höheren Datenraten ermöglicht LTE im Vergleich zu UMTS eine Verkürzung der Laufzeiten der Datenpakete, daraus resultieren schnellere Seitenaufrufe. Für das optimale Surferlebnis, um zum Beispiel hochauflösende YouTube-Videos anzusehen, nutzen Kunden in unserem 4G-Netz durchschnittliche Datengeschwindigkeiten (Download) zwischen 17 und 20 MBit/s.

Konkret gesprochen bietet die neue Technologie die Möglichkeit, Fernsehen in höchster Auflösung zu genießen, per Videotelefonie mit Freunden auf der ganzen Welt zu kommunizieren, Musik und Spiele in kürzester Zeit herunterzuladen und sich mobil durch eine Stadt führen zu lassen. All diese Funktionen stehen Smartphone-Nutzern zwar bereits zur Verfügung, werden aber durch die Geschwindigkeit der LTE-Technologie auf ein neues Level gebracht.

Mit der WLAN-Telefonie (natives VoWiFi) ermöglicht dir O2, die verbesserte Sprachqualität und erweiterte Netzabdeckung über WLAN-Telefonie ohne zusätzliche App zu nutzen. So kannst du auch bei schwachem Empfang, zum Beispiel im Keller, überall dort telefonieren, wo du ein WLAN-Netz nutzen kannst.
Stehen sowohl WLAN als auch das Mobilfunknetz gleichzeitig in ausreichender Qualität zur Verfügung, wählt sich das Gerät bevorzugt über das WLAN Netz ein. Verlässt man das WLAN-Netz, wird das Gespräch einfach in das LTE-Netz übergeben, sodass das Telefonat ohne Unterbrechung weitergeführt werden kann. Informiere dich hier über VoWifi.

Häufige Fragen und Antworten

Die Geschwindigkeitsangaben für unser Netz beziehen sich in erster Linie auf die Schnelligkeit der Datenübertragung. Fürs telefonieren genügt eine normale GSM Verbindung (2G).

  • LTE 4G: steht für „Long-Term-Evolution“ und ist der technologische Nachfolger von UMTS (3G). Folglich lautet die Abkürzung oft auch 4G. Es ermöglicht derzeit Datenraten von bis zu 225 MBit/s. Die höhere Geschwindigkeit beim Internet-Surfen liegt aber nicht nur an mehr Bandbreite, sondern auch an schnelleren Antwortzeiten. So werden Anwendungen wie HD Video-Streams und Online-Games auch unterwegs möglich.
  • HSPA/HSPA+: Das „H” im Display steht für „High Speed Downlink Packet Access” (HSDPA). Es erlaubt Geschwindigkeiten von bis zu 42 MBit/s und ist somit perfekt für das mobile Surfen mit dem Smartphone oder per Laptop über einen Surfstick. Nahezu flächendeckend ist unser Netz mit dem Datenbeschleuniger HSPA/HSPA+ ausgerüstet. Damit können YouTube Videos mobil angesehen und andere eher datenintensivere Webseiten aufgerufen werden.
  • UMTS: Das „U“ oder „3G“ steht für „Universal Mobile Telecommunications System“ (UMTS). Es ist der Mobilfunkstandard der dritten Generation (daher abgekürzt 3G), mit dem deutlich höhere Datenübertragungsraten möglich sind als bei GSM / 2G.
    Vor allem in Ballungsgebieten und Städten nutzten unsere Kunden das UMTS-Netz von O2. Damit sind Geschwindigkeiten von bis zu 384 KBit/s möglich. Mit dem Ausbau von HSPA/HSPA+ und LTE spielt UMTS nur noch eine untergeordnete Rolle.
  • EDGE: Das „E“ steht für „Enhanced Data Rates for GSM Evolution“ und ist eine Weiterentwicklung der GSM-Technik. Für zügigere Internetverbindungen als bei GSM/GPRS (maximal 56 KBit/s) setzen wir v.a. im ländlichen Bereich an vielen Orten die EDGE-Technik ein (auch 2,5G genannt). EDGE erlaubt Geschwindigkeiten bis zu 220 KBit/s und eignet sich vor allem für schmalbandige Anwendungen wie E-Mail oder Statusupdates auf Twitter & Facebook ohne Foto/Video.

Alle Angaben setzen eine entsprechende Netzabdeckung sowie geeignete Hardware voraus.

Gut zu wissen: Unter Netzabdeckung wird, nach Eingabe der Adresse, abgefragt, welche Technik am gesuchten Ort zur Verfügung steht.

Prinzipiell müssen vier Voraussetzungen erfüllt sein, um die innovative LTE-Technologie optimal nutzen zu können und von der erhöhten Internetgeschwindigkeit zu profitieren:

  1. LTE-fähiges Endgerät:
    Hierbei kann es sich sowohl um ein Smartphone als auch um ein Tablet oder einen Laptop handeln
  2. Netzwerkverfügbarkeit:
    Heute versorgen wir bereits einen Großteil der Bevölkerung mit LTE. In Städten kommen wir auf eine LTE-Abdeckung von rund 80 Prozent, bundesweit sind es nahezu 80 Prozent. Ob das LTE-Netz an einem Standort verfügbar ist, kann einfach und schnell mit einem Online-Verfügbarkeitstest überprüft werden. Jetzt hier testen.
  3. LTE-fähiger Mobilfunktarif:
    Dieser wird derzeit in unterschiedlicher Zusammensetzung und unter verschiedenen Konditionen angeboten.
  4. Geeignete SIM-Karte:
    Die große Mehrheit der SIM-Karten von O2 ist für die Nutzung von LTE geeignet. Sehr alte SIM-Karten, die vor 2005 produziert wurden, sind leider nicht für LTE geeignet und müssen ersetzt werden. Mit einer Micro- oder Nano-SIM kann auf jeden Fall LTE genutzt werden. Im O2 Shop wird der SIM-Tausch sofort durchgeführt. Bei einer Online-Bestellung oder der Bestellung an der Hotline dauert der Postversand ca. 1 bis 3 Tage.

Im ersten Schritt werden Sprachdienste durch den so genannten CSFB (Circuit Switched Fall Back) realisiert. Das bedeutet, das Gerät wechselt dazu in das ebenfalls verfügbare 2G- oder 3G-Netz. Mittlerweile können Gespräche direkt über das 4G-Netz geführt werden. Dieser Service wird als Voice over LTE (VoLTE) bezeichnet. Voraussetzung hierfür ist ein VoLTE-fähiges Endgerät und eine entsprechende Freischaltung im O2 Netz. Mit dieser Technik beispielsweise sind die Rufaufbauzeiten, also die Zeit zwischen Drücken der grünen Taste zum Anruf bis zum Klingeln beim Angerufenen deutlich kürzer, da die notwendige Signalisierungszeit für den oben beschriebenen CSFB-Fall wegfällt.

Gut zu wissen: Mehr zu VoLTE findet sich im O2 Kundenforum.

Wie bei allen Tarifen erfolgt nach Verbrauch des Datenvolumens eine Reduzierung der Geschwindigkeit. Die Geschwindigkeit wird in der Regel auf 64 bzw. 32 KBit/s reduziert. Bei Nutzung der O2 Free-Tarife ist trotz Drosselung noch eine Geschwindigkeit von 1 MBit/s möglich. Damit lassen sich die wichtigsten Anwendungen – wie SD-Videostreaming – weiterhin bequem und ohne Einschränkungen nutzen.