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Fake Anrufe
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Fake-Anrufe: So erkennst du Betrüger

07.07.2023

Arten von Fake-Anrufen

Es gibt mehrere Varianten von Fake-Anrufen. Welche Art von Fake-Anrufen Betrüger nutzen, hängt davon ab, was sie von dir wollen.

Falsche Identität

Betrüger verwenden sogenanntes „Nummern-Spoofing“, um ihre Rufnummer zu verändern. Diese gleicht dann etwa der Nummer der örtlichen Polizeibehörde, dem Zoll oder Online-Händlern. Dadurch soll bei dir der Eindruck entstehen, dass es sich um einen legitimen Anruf einer Behörde oder eines Unternehmens handelt.

Meist fordern die Kriminellen Geld für den Zoll, Transaktionsgebühren für einen großen Lottogewinn oder behaupten, du hättest eine Straftat begangen und könntest diese mit einer Überweisung begleichen.

Geräte hacken

Die Anrufer haben es darauf abgesehen, dein Handy, PC oder Tablet zu übernehmen. Sie geben sich dafür als Support-Personal von Marktriesen wie Microsoft, Apple oder Samsung aus.

Oft behaupten sie, einen Virus auf einem deiner Geräte erkannt zu haben. Um diesen zu beseitigen, sollst du Zusatzsoftware installieren und Fernzugriff gewähren. Ist das passiert, können die Angreifer Accounts übernehmen, deine Daten kapern und dich von deinen Geräten aussperren.

Ping-Anrufe

Jemand mit einer fremden Nummer ruft dich kurz an und legt auf, bevor du überhaupt abnimmst. Weil du nicht weißt, ob es dringend ist, rufst du zurück. Die Nummer führt allerdings ins Ausland.

Betrüger haben die Nummer so präpariert, dass sie für dich besonders teuer ist und sie einen Teil der Gebühren erhalten.

„Ja“-Anrufe

Kriminelle versuchen, dir ein ausgesprochenes „Ja“ zu entlocken – was sie aufzeichnen und mit einer separaten Aufnahme kombinieren. So hört es sich an, als würdest du einem Abo oder einem Kaufvertrag zustimmen. Solche Verträge sind aber nicht bindend und durch Widerruf nichtig. 

Fake-Anrufe erkennen

Fake-Anrufe zu erkennen, ist nur dann leicht, wenn die Verantwortlichen recht offensichtlich agieren. Allerdings kannst du im Nachhinein sehr viel über die Nummern herausfinden.

Fake-Anrufe vorab erkennen

Das Problem: Wie lassen sich Nummern erkennen, wenn Kriminelle ihre Identität verschleiern? Zugegeben, während eines Anrufs ist das gerade beim Nummern-Spoofing schwierig. Schließlich sehen die Nummern so aus, als würden sie aus Deutschland stammen. Sogar offizielle Behörden ahmen die Anrufer damit nach.

In so einem Fall kannst du nur im Nachhinein forschen, ob es sich um einen Fake-Anruf gehandelt hat. Etwa dann, wenn du im Internet nach „Polizei ruft an und fordert Geld“ suchst. So erkennst du schnell, ob es andere Betroffene gibt.

Handelt es sich um eine andere Nummer, ist das Ganze während des Anrufs einfacher. Gerade Vorwahlen aus dem Ausland solltest du ignorieren, wenn es sich um eine dir unbekannte Nummer handelt. Ping-Anrufe können für dich sehr teuer werden, wenn du zurückrufst. Blockiere die Nummer am besten gleich.
 

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Liste mit Fake-Nummern abrufen

Betrügerische Anrufe zu erkennen, ist zumindest im Nachhinein recht einfach. Denn die Bundesnetzagentur aktualisiert regelmäßig eine Telefonnummer-Liste, die in Verbindung mit Fake-Anrufen gemeldet wurden.

Das Dokument umfasst Vergehen bis zurück ins Jahr 2004. Die Liste mit bekannten Fake-Anrufern findest du auf der Website der Bundesnetzagentur (hier).

Nach einem verdächtigen Anruf öffnest du die Seite der Bundesnetzagentur und suchst nach der Rufnummer. Dafür nutzt du am besten die eingebaute Suchfunktion deines Browsers.

Verwendest du beispielsweise Google Chrome auf einem Android-Handy, tippst du auf die drei Punkte oben rechts und wähle „Auf Seite suchen“ aus. Bei Safari auf iPhones tippst du auf das Teilen-Symbol (Kasten mit Pfeil nach oben) und dann auf „Auf der Seite suchen“.

Findest du kein Ergebnis auf der Seite der Bundesnetzagentur, solltest du einen zweiten Check machen. Gib die Nummer dafür einfach in eine Suchmaschine wie Google ein. Oft finden sich dadurch andere Nutzer:innen, die schlechte Erfahrungen mit der verdächtigen Rufnummer gemacht haben.  

Sind beide Suchen ohne Ergebnis, war es wahrscheinlich kein Fake-Anruf. Oder die Nummer wurde schlicht noch nirgendwo gemeldet, stammt aber trotzdem von Kriminellen – eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Sei in jedem Fall vorsichtig und sichere beispielsweise keine Überweisungen über das Telefon zu.

So schützt du deine Privatsphäre

Du hast mehrere Optionen, um dich vor Fake-Anrufen zu schützen. Zusätzlich zu Sperren und einem vorsichtigeren Vorgehen im Netz können dich Apps schützen. 

Eine junge Frau telefoniert über ihr Handy

Fake-Anrufer sperren

Nerven dich Anrufer immer wieder, solltest du die zugehörige Nummer sperren. Zwar gibt es gerade bei Call-Centern jede Menge potenzielle Anrufe, doch nach und nach sperrst du sie so aus.

Bei Android-Handys öffnest du die Telefon-App und drückst lange auf eine der Fake-Nummern. Dadurch öffnet sich ein weiteres Menü, in dem du „Blockieren/Spam melden“ wählst. Schon kann dich die Nummer nicht mehr kontaktieren.  

Hast du ein iPhone, öffne die Telefon-App und suche in „Anrufliste“ die Nummer des Fake-Anrufers heraus. Tippe dann auf das blaue Infosymbol. Wähle anschließend im aufgetauchten Menü „Anrufer blockieren“. Bestätige das Ganze mit „Kontakt blockieren“. 

Telefonnummer privat halten

Ein simpler Weg, Fake-Anrufen aus dem Weg zu gehen: Gib deine Rufnummer so selten wie möglich an. Heutzutage gibt es viele Online-Angebote, Umfragen und Gewinnspiele, die von dir verlangen, eine Rufnummer einzugeben. Gibst du diese überall ein, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass deine Nummer in falsche Hände gerät.

Halte deshalb deine Rufnummer möglichst privat. Gib sie nur an Freunde und Verwandte heraus, denen du vertraust. Musst du die Nummer in einem Online-Formular angeben, versichere dich vorab, dass es sich um ein seriöses Unternehmen handelt. Prüfe bei unbekannten Anbietern die Erfahrungsberichte anderer Nutzer:innen im Netz.

Fake-Anrufer melden

Melde Fake-Anrufe an die Polizei. Gerade dann, wenn du Telefonterror erlebst, die Anrufer:innen nicht aufgeben und dich über immer neue Nummern mit Telefonaten bombardieren. Die Meldung dient vor allem dazu, andere vor der Masche zu warnen.  

Kursieren beispielsweise vermehrt Ping-Anrufe aus dem Ausland oder locken Kriminelle mit gefälschten Gewinnspielen, sollten das möglichst viele Menschen wissen.  

Je mehr Leute die Masche kennen, desto weniger Erfolg haben die Fake-Anrufe. Und desto schneller verschwindet die Masche auch wieder. Somit verschaffst du dir über Umwege Ruhe.  

Ein Ergreifen der Verantwortlichen erweist sich aber meist als schwierig. Sitzen die Betreiber der Fake-Anrufe im Ausland, ist es meist kompliziert, sie zurückzuverfolgen und zur Rechenschaft zu ziehen. 

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Identitätsschutz mit Dark Web Check

Wie wir bereits erklärt haben, ist das größte Risiko für deine Telefonnummer ein Datenleck. Kommen deine Daten ins Dark Web, können sie verkauft und weitergereicht werden. Doch wie schützt du dich davor? Mit Security-Tools wie O2 Protect reagierst du schnell auf solche Datenlecks.  

Bei O2 Protect findest du Identitätsschutz mit Dark Web Check. Heißt: Du gibst bis zu zehn Telefonnummern, Mail-Adressen und Kontonummern in das Tool ein. Das Programm scannt dann, ob die Daten ins Darknet gelangt sind. Selbst Ausweisnummern und dein Geburtsdatum kannst du so prüfen lassen.  

Findet der Identitätsschutz von O2 Protect deine Daten, schlägt er Alarm. Sind deine E-Mail-Adressen oder Kontodaten betroffen, ändere umgehend deine Passwörter.

Ist deine Telefonnummer ins Darknet gelangt, solltest du ebenfalls Maßnahmen ergreifen. Zunächst hilft etwa ein Anruffilter, der Spam-Anrufe nicht durchlässt. Blockiere dafür Anrufe unerwünschter Telefonnummern. Das lässt sich sowohl unter Android als auch iOS schnell und einfach umsetzen. Praktisch: So können dich deine Adressbuch-Kontakte weiterhin wie gewohnt erreichen.

Alternativ hilft auch der „Nicht stören“-Modus deines Handys, um vom Klingeln unerwünschter Anrufe verschont zu bleiben. Lege zuvor am besten fest, welche Kontakte dich im besagten Modus trotzdem erreichen können – beispielsweise Personen aus dem Freundes- und Familienkreis.

Als drastische – und damit letztmögliche – Notlösung kontaktierst du deinen Mobilfunkanbieter, um einen Rufnummernwechsel zu veranlassen. Gib dabei als Begründung an, dass deine Nummer Teil eines Datenlecks ist. 

Fazit zu Fake-Anrufen

Fake-Anrufe nerven. Viel schlimmer ist allerdings, dass sie für dich teuer sein können. Gerade Ping-Anrufe oder vermeintliche Gebühren, die du noch begleichen sollst, bringen schnell finanzielle Probleme mit sich. Doch mit ein paar Vorsichtsmaßnahmen erkennst du Fake-Anrufe.

Beispielsweise dann, wenn die unbekannte Nummer aus dem Ausland stammt. Kennst du dort niemanden, handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Fake-Anruf. Nimm also nicht ab und suche nach der Nummer im Netz. Außer per Suchmaschine gefundenen Erfahrungsberichten gibt es bei der Bundesnetzagentur eine lange Liste mit potenziell gefährlichen Nummern.

Um dich vorab vor Fake-Anrufen zu schützen, solltest du deine Nummer möglichst privat halten. Ist das nicht möglich, hilft O2 Protect mit seinem Identitätsschutz weiter. Das Tool scannt das Internet nach deiner Telefonnummer und benachrichtigt dich, wenn sie im Darknet angeboten wird. Bist du betroffen, setze einen Anruffilter und blockiere die Nummern der Spammer. Als letzte Notlösung wechselst du die Nummer, wenn zu viele Fake-Anrufe auf dich einprasseln. 

Häufige Fragen

Oft reicht es schon aus, dass ein Unternehmen ein Datenleck hat, bei dem du deine Nummer hinterlegt hast. Hacker:innen, die sich diese Rufnummern schnappen, verkaufen sie im Dark Web. Für Ping-Caller lohnen sich solche Listen mit vielen Nummern. Selbst wenn nur Wenige darauf hereinfallen, machen die verantwortlichen Kriminellen Gewinn.

Hat jemand deine Nummer blockiert, hörst du zunächst kurz ein Freizeichen und danach den Besetztton.

Hast du den Anrufer nicht in deinen Kontakten eingespeichert, erscheint meist nur die Rufnummer auf deinem Display. Willst du vor dem Gespräch herausfinden, wer anruft, gib die Nummer in eine Suchmaschine ein. So findest du schnell heraus, ob andere Nutzer:innen damit negative Erfahrungen hatten und ob die Vorwahl aus dem Ausland stammt.

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