Pärchen macht Handy-Bilder

Smartphone-Fotografie: 8 Tipps, die dich zum Profi-Fotografen machen

10.05.2021

Smartphone-Kameras werden immer besser. Längst machen sie auch einer Spiegelreflexkamera Konkurrenz. Immerhin werden vier Linsen, 8K-Aufnahmen, optische Zooms und KI-Unterstützung immer mehr zur Regel. Doch eine gute Smartphone-Kamera ist noch keine Garantie für erstklassige Fotos. Entscheidend ist die richtige Anwendung. Wir geben dir 8 praktische Tipps an die Hand, die deinen Bildern einen professionellen Touch verleihen.
 

Unsere Smartphone-Fotografie-Tipps im Überblick

Tipp 1: So schöpfst du die Möglichkeiten des Bokeh-Modus richtig aus

Viele moderne Smartphone-Kameras können auf Wunsch einen Bokeh-Effekt erzeugen. Durch den gewollten Unschärfebereich im Hintergrund entstehen damit sehr ansprechende Portrait-Fotos. Vorausgesetzt du wendest den Bokeh-Modus auch richtig an. Was viele Hobby-Fotografen nicht wissen: Deine Kamera muss nah ans Motiv heran, um einen gut sichtbaren Effekt erzielen zu können. Bei den meisten Smartphones darf der Abstand zum Motiv nicht viel mehr als 2,5 Meter betragen. Das Motiv selbst wiederum sollte für noch bessere Fotos ein bis zwei Meter Abstand vom Hintergrund haben.

Tipp 2: Gelungene Porträt-Fotos schießen: So geht‘s

Handy-Bilder: Foto eines Jungen

Für gelungene Porträt-Fotos ist nicht unbedingt der Bokeh-Effekt nötig. Wichtiger ist vielmehr, dass du deine Modelle auf Augenhöhe fotografierst. Beim Ablichten deiner dreijährigen Nichte darfst du daher schon mal auf den Knien rutschen. Profi-Tipp: Indirektes, warmes Licht sorgt für eine optimale Ausleuchtung und verleiht deinem Motiv einen natürlichen Look.

Tipp 3: So gehören Verwacklungen der Vergangenheit an

Ob iPhone oder Android-Gerät oder auch Profi-Kamera – Verwacklungen ruinieren jedes Foto. Um diesen vorzubeugen, solltest du dein Smartphone stets mit beiden Händen stabilisieren. Den Auslöser bedienst du dabei mit dem Daumen oder du aktivierst den Selbstauslöser. So verhinderst du einen Wackler durch das Betätigen des Auslösers. Noch bessere Ergebnisse erzielst du mit einem Smartphone-Stativ. 

Achte auch darauf, dass dein Motiv genug Licht besitzt. Ist wenig bis kaum Licht vorhanden, muss die Smartphone-Kamera ihre Blende länger öffnen. Das hat zur Folge, dass jeder kleine Wackler und jede Bewegung (auch vom Motiv) sofort das Bild unscharf macht. Je besser also die Lichtverhältnisse sind, desto detailreichere und schärfere Bilder machst du.

Tipp 4: Warum der Blitz bei Porträt-Fotos im Gegenlicht Wunder wirkt

Strahlender Sonnenschein. Panoramablick auf Küste und Meer. Der perfekte Hintergrund für ein Portraitfoto. Oder doch nicht? Wenn du Personen oder Gegenstände im grellen Gegenlicht fotografierst, ist oft nur eine dunkle Silhouette sichtbar. Selbst mit HDR lässt sich hier nur bedingt etwas reißen. Abhilfe schafft ein einfacher Trick: Schalte den Blitz ein. Dieser kompensiert die starken Beleuchtungsunterschiede mühelos, ohne den Hintergrund zu verfälschen.
 

Tipp 5: Smartphones ermöglichen HDR-Fotos

Auf deinen Fotos ist der Himmel immer weiß statt blau und wolkig? Dann solltest du für deine Aufnahmen die HDR-Funktion aktivieren. Im Rahmen von HDR (High Dynamic Range) macht deine Kamera in Sekundenbruchteilen mehrere Aufnahmen mit unterschiedlicher Belichtung. Durch das nachträgliche Zusammensetzen dieser Aufnahmen entstehen lebensechte Hochkontrastbilder. Aktuelle Smartphones von Apple und Samsung wie aber auch Mittelklasse-Geräte von Xiaomi, Oppo  und Huawei besitzen schon von Haus aus eine HDR-Funktion. 

Tipp 6: Reizüberflutung vermeiden

Gelungenes Handy-Bild einer Frau

Ein Motiv kann seine volle Kraft nur entfalten, wenn möglichst wenig davon ablenkt. Viele Fotografen machen den Fehler, dass sie auf einem Bild möglichst viel einzufangen versuchen. Und es damit gnadenlos überladen. Eine Fokussierung aufs Wesentliche tut einem Foto dagegen sehr gut. Um das zu erreichen, kannst du Motive etwa vor einem eintönigen Hintergrund fotografieren. Sei es vor einer Mauer oder dem blauen Himmel. Du wirst merken: Das entstandene Foto strahlt urplötzlich viel mehr Ruhe und Kraft aus.

Tipp 7: Profis machen viele Bilder

Es klingt banal. Im Eifer des Gefechts vergessen es jedoch viele Hobby-Fotografen. Knipse dein Motiv immer mehrmals. Schon eine Millisekunde Abstand zwischen zwei Bildern kann das Foto grundlegend verändern. Beispielsweise, wenn dein Gegenüber blinzelt. Tipp: Mit vielen Smartphones kannst du auch eine automatische Bilderserie einstellen. In dem Fall knipst deine Handy-Kamera mit nur einem Fingertipp in Bruchteilen von Sekunden gleich mehrfach.

Auf diese Weise erhältst du eine Reihe von Fotos und kannst die besten für Instagram und Co. auswählen. Unter Umständen musst du den Speicher deines Smartphones im Auge behalten, da die vielen Bilder Platz kosten. Mit dem richtigen Handy mit Vertrag lassen sich die Aufnahmen aber mühelos in die iCloud, auf Google Drive oder die Cloud deiner Wahl auslagern. Auf diese Weise sind deine Fotos sicher abgelegt und du behältst Handyspeicher frei.

Tipp 8: Experimentiere mit den Filtern

Aktuelle Top-Smartphones bieten eine Fülle an Filtern für eure Fotos an. Schon der Porträtmodus arbeitet mit einer speziellen KI, die dir unter anderem einen Bokeh-Effekt ermöglicht. Doch auch wenn dein Foto bereits im Kasten ist, hast du noch viele gestalterische Möglichkeiten. Angefangen von Farbkorrekturen über bestimmte Overlays, die deinen Aufnahmen einen Sommer- oder Vintage-Look verpassen. Scheue dich nicht, damit herumzuexperimentieren. Und wenn dir das Ergebnis nicht gefällt, kannst du die Änderungen ohne Probleme rückgängig machen.

Zusammenfassung: Unsere Fotografie-Tipps im Schnelldurchlauf

Du siehst: Selbst mit einer Smartphone-Kamera kannst du Bilder auf hohem Niveau schießen. Die richtige Technik vorausgesetzt. Hier unsere Smartphone-Fotografie-Tipps noch einmal in Kürze zusammengefasst:

  1. Im Bokeh-Modus sollten nicht mehr als 2,5 Meter zwischen Kamera und Motiv und außerdem ein bis zwei Meter zwischen Motiv und Hintergrund liegen.
  2. Porträt-Fotos immer mit der Kamera auf Augenhöhe des Motivs knipsen. Indirektes warmes Licht hilft zusätzlich.
  3. So vermeidest du Wackler: Beide Hände oder Stativ nutzen. Selbstauslöser sorgt zusätzlich für Ruhe. Für ausreichend Licht sorgen.
  4. Stört bei einem Porträt-Foto das Gegenlicht, schalte den Kamerablitz ein. Er kann für Ausgleich sorgen.
  5. Viele aktuelle Smartphones beherrschen HDR-Aufnahmen. Dabei werden Bilder mit unterschiedlichen Belichtungen geschossen und zu besonders kontrast- und detailreichen Fotos zusammengesetzt
  6. Konzentriere dich bei der Wahl des Bildausschnitts auf das Wesentliche. Unruhige Hintergründe und Details um das eigentliche Motiv herum lenken ab.
  7. Schieße immer mehrere Bilder von deinem Motiv oder nutze gleich eine Serienaufnahme, wenn dein Smartphone sie beherrscht. So kannst du später die besten Ergebnisse auswählen.
  8. Moderne Smartphone-Kameras sowie deren Apps bieten häufig Filter, mit denen du Fotos nachträglich mit tollen Effekten versehen kannst.

Aufmacherbild: (© 2019 Shutterstock/Joshua Resnick)

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