Ausprobiert: Was taugt ein Papp-Beamer für euer Smartphone?

Kino

Mit etwas Pappe und einer Linse lässt sich ein Projektor bauen, der aus dem Smartphone einen ausgewachsenen Beamer macht – zumindest in der Theorie. Wir haben einen Bausatz für euch ausgetestet:

Zunächst der Aufbau

Vor dem erhofften Kino-Spaß steht bei diesem Bausatz erst einmal die Montage. Die bedarf nicht nur des Verständnis einer nicht gerade intuitiven Anleitung, sondern auch eines guten Bastelklebers – mit dem Klebstift jedenfalls schaffen wir nicht alle Bauschritte ohne Probleme. Ein Tape half.

Ist das Gehäuse fertig, kommt als nächstes die Linse in ihr Papprohr. Als Letztes kommt die Anti-Rutsch-Matte für das Smartphone in den hinteren Teil des Projektors. Diese klebt sehr gut – besser jedenfalls, als der Klebestift, den wir zum Basteln verwendet hatten.

Licht aus, Spot an!

Glaubten wir für einen Moment, fertig zu sein, das Zimmer abdunkeln und loslegen zu können, stellen sich jetzt weitere kleine Problemchen in den Weg: Das Smartphone kippt im Beamer einfach um und will zunächst mit etwas Tape festgeklebt sein. Dann heißt es endlich: Licht aus! Spot an!

Nun, etwas enttäuschend ist das "Kino-Erlebnis" am Ende dann doch: Das Licht aus dem Smartphone-Bildschirm ist, auf eine größere Fläche an der Wand verteilt, halt doch nicht sehr viel. Auch bei fast absoluter Dunkelheit ist das Video weder sonderlich scharf noch wirklich hell.

Uns erinnert das Ergebnis an die allerersten Filmprojektoren, die Ende des 19. Jahrhunderts auf Jahrmärkten Besucher amüsieren durften. Einen ganzen Film wollen wir auf diese Weise lieber nicht anschauen – aber dafür ist der Bausatz laut Verpackung ja auch gar nicht gedacht. Unser Fazit: Als Gag und spaßiges Bastelprojekt passabel, als Heimkino-Ersatz eher unbrauchbar.

Aufmacherbild: (© 2019 CC: Unsplash/Jeremy Yap)

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