"Game of Thrones": Was liegt westlich von Westeros?

Stormborn: Game of Thrones Season 7 Episode 2

Vorsicht: Dieser Text enthält Spoiler! Das Ende von "Game of Thrones" zeigt Arya Stark auf einem Schiff, das nach Westen in unbekannte Gewässer segelt. Wird sie nun, wie Fans witzeln, zum Christopher Kolumbus ihrer Welt? Mögliche Antworten bieten Geschichten, die Jahrhunderte früher spielen.

Die offiziellen und inoffiziellen Karten der Welt von "Game of Thrones" enden allesamt wenige Seemeilen vor der Westküste des Kontinents Westeros. Die bekannte Welt ist dort also vorbei – zumindest aus Sicht der Bewohner der sieben beziehungsweise sechs Königreiche. Westlich von Westeros liegen dort nur die Eiseninseln, die allerdings nicht über den westlichsten Punkt von Westeros hinausreichen. Viele Fans hoffen derzeit darauf, dass Arya Stark eine eigene Spinoff-Serie erhält und in unbekannten Gewässern spannende Abenteuer erlebt. Es gibt aber durchaus Informationen und Theorien zu dem, was jenseits der Karte sein könnte.

Elissa Farman und der Westen

In dem Buch "Fire and Blood", in dem George R. R. Martin die Geschichte des Hauses Targaryen darstellt, kommt eine Expedition über das westliche Meer vor: Eine Frau namens Elissa Farman, die etwa 250 Jahre vor den Ereignissen von "Game of Thrones" gelebt hat, ist mit einer kleinen Flotte von drei Schiffen losgesegelt, um die Welt zu erforschen. Ganz, wie es Arya Stark nun getan hat.

Die Expedition startete von Oldtown aus und verschwand hinter dem Horizont. Drei Jahre später kehrte lediglich ein Schiff zurück: Der überlebende Kapitän war Eustace Hightower und berichtete von der gefährlichen Fahrt. Eines der Schiffe war in einem Sturm verloren gegangen, die anderen beiden erreichten eine kleine Gruppe von drei Inseln. Dort gab es seltsame Pflanzen und gefährliche graue Echsen. Elissa und ihr Schiff setzten die Expedition nach Westen fort, während Kapitän Eustace zurückkehrte.

Die Herkunft der Dracheneier

Elissa hatte von ihrer Geliebten, der Targaryen-Königin Rhaena, drei Dracheneier gestohlen und an einen der Herrscher von Braavos verkauft, um ihre Expedition zu finanzieren. Autor Martin sagte zwar, dass die Herkunft von Daenerys Dracheneiern offen sein, es könnte sich dabei aber um eben diese Eier handeln. Davon geht auch eine Fantheorie aus, laut derer Elissa in der Serie "Game of Thrones" einen Auftritt hatte.

Elissa in der Serie?

Einer Fantheorie zufolge ist Elissa Farman in "Game of Thrones" als Quaithe zu sehen, einer Zauberin aus dem östlich gelegenen und geheimnisvollen Land Asshai. Die maskierte Frau sagte zu Daenerys Targaryen, dass sie, um nach Westen zu gelangen, nach Osten reisen müsse. Die Begegnung fand in Qarth statt, der östlichsten Stadt der bekannten Welt – und die Aussage könnte wörtlich gemeint sein, wenn Elissa auf ihren Abenteuern nicht nur die Unsterblichkeit erlangt, sondern auch die Welt umsegelt hat.

Die Fantheorie geht nun davon aus, dass die Welt von Westeros, Essos und dem kaum beschriebenen Südkontinent Sothoryos eine Kugel ist. Das glauben laut Literatur inzwischen auch die meisten der Maester in Westeros.

Als Christopher Kolumbus Amerika entdeckte, tat er dies in dem Versuch, die Welt zu umsegeln und eine Handelsroute nach China zu finden. Yi-Ti und andere geheimnisvolle Länder liegen im Osten von Essos und könnten ebenfalls das Ziel der Reise von Arya Stark werden. Es sei denn, sie trifft auf einen bis dato unbekannten Kontinent, der dazwischen liegt. Ganz wie ihr Vorbild in der realen Welt.

Aufmacherbild: (© 2017 YouTube/GameofThrones)

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