Schwitzen mit dem Smartphone: Die besten Sauna-Apps

SaunaLeser-Tipp

So grau und kalt der Herbst auch sein kann – nach einem Besuch in der Sauna fühlt sich  Guru Carolin immun, gegen Wetterlaunen ebenso wie gegen Erkältungsviren. Und auch wenn ihr Smartphone natürlich nicht mit in die Sauna darf: In der Vorbereitung und den Ruhepausen ist es ein nützlicher Begleiter.

Wenn ich die Tür für den ersten Saunagang öffne und mir die Hitze aus der kleinen Kammer entgegen schlägt, setzt bei mir fast automatisch die Entspannung ein. Minutenlang dasitzen und nichts zu tun als zu schwitzen und vielleicht die Gedanken ein bisschen schweifen zu lassen ist ein Luxus, den ich mir im Alltag viel zu selten gönne. Deshalb versuche ich, zumindest in den Herbst- und Wintermonaten, wenn das schöne Wetter draußen nicht mit dem Schwitzen drinnen konkurriert, regelmäßig in die Sauna zu gehen.

Was mein Smartphone damit zu tun hat? Nun, für die cleveren Alltagshelfer gibt es sogar hier ein paar Einsatzmöglichkeiten: vom Finden der nächsten Sauna bis zu entspannender Musik für die Ruhepausen oder Lektüre für die Hängematte. Aber immer schön dran denken: In einer öffentlichen Sauna hat ein Smartphone nichts zu suchen, da sich sonst andere Gäste unwohl fühlen könnten. Für alles anderen Aspekte des Saunierens zeige ich euch, was ihr mit eurem smarten Liebling zwischen den Saunagängen so anstellen könnt.

Suchen und finden: Sauna-Verzeichnisse

Ich habe das Glück in einer Großstadt zu leben und so die Wahl zwischen diversen Saunen zu haben. Damit ich immer auf dem Laufenden bin, wo gerade Frauentag ist und welches Bad welche Angebote hat, schaue ich regelmäßig in meine Bäderland-App (kostenlos für Android und iOS). Ich finde diese schön und übersichtlich gestaltet, und ich bekomme einen schnellen Überblick über Aufguss- und Öffnungszeiten der Bäder in Hamburg, ebenso über Anfahrtswege, Preise. Dazu gibt es Infos zu Saunabesuch, -nutzen und –geschichte. Ein ähnliches Angebot für den Kölner Raum liefert der Saunaführer Köln (gratis für Android und iOS). Wer national Saunieren möchte, findet ein Deutschlandverzeichnis mit Suchfunktion nach Postleitzahlen auf der Seite Saunafans.

Bäderland App
Bäderland App: Wann ist der nächste Aufguss? (© 2016 )

Warum sich das Nachschlagen lohnt: Um sich langes Sauna-Suchen zu ersparen – und die Enttäuschung, dass es im ausgesuchten Bad ausgerechnet die Lieblings-Schwitzvariante nicht gibt. Denn in den meisten größeren Saunen kann man zwischen verschiedenen sogenannten Badeformen wählen. Die klassischen sind die finnische Sauna, eine mit 80 bis 100 Grad Celsius sehr heiße Saunaform mit trockener Luft. Sie eignet sich für die meisten Saunaliebhaber, man sollte aber nicht zu lange darin sitzen bleiben, um seinen Kreislauf nicht über die Maßen zu belasten.

Daneben gibt es Dampfbäder, in denen die Temperatur im Schnitt um die 50 Grad Celsius liegt und die Luftfeuchtigkeit so hoch ist (bis zu 100 %), dass man im Nebel sitzt. Diese Kombination wirkt sich besonders positiv auf Muskulatur, Gelenke und Atemwege aus. Eine gemäßigtere und für Einsteiger gut geeignete Variante ist die Bio-Sauna mit 50 bis 80 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 30-50 Prozent.

Eine unkomplizierte Option und deshalb besonders für den Heimgebraucht beliebt sind Infrarot-Kabinen. Diese braucht man nicht aufzuheizen, sondern nur anzuknipsen. Geschwitzt wird unter dem warmen Schein diverser Infrarotstrahler, die in die tiefer liegenden Schichten der Haut eindringen.

Genügend trinken ist ein Muss

Durch die Hitze in der Saunakabine erwärmt sich die Hautoberfläche um bis zu zehn Grad, im Körperinneren steigt die Temperatur um ein bis zwei Grad. Das lässt meine Herz- und Atemfrequenz steigen, die Blutgefäße weiten, und die Muskeln entspannen sich. Der kalte Guss danach sorgt dafür, dass sich die Blutgefäße wieder zusammenziehen. Das trainiert den Kreislauf und verstärkt die Durchblutung. Das heißt, Sauerstoff flutet meinen Körper, die Atemwege werden durchblutet, und durchs Schwitzen Abfallstoffe im Gewebe gelöst und abtransportiert. Da ich beim Saunieren pro 15 Minuten Schwitzen fast einen Liter Flüssigkeit verliere, muss ich Wasser nachladen. Spätestens am Ende des Saunabesuchs. Viel trinken sollte man im besten Fall aber vorher schon, sonst drohen unter anderem Kopfschmerzen.

Hydro Wasser trinken
Hydro Wasser trinken: Flüssigkeitszufuhr im Überblick (© 2016 )

Damit ich meinen Flüssigkeitshaushalt nicht nur in oder unmittelbar vor der Sauna im Griff habe, benutze ich die App Hydro+ Wasser trinken (gratis für iOS und Android). Nachdem ich meine Daten wie Geschlecht, Gewicht, Lebensstil und wahlweise „Ein heißer Tag“ oder „Erhöhte körperliche Aktivität“ gewählt habe, errechnet die App meinen individuellen Flüssigkeitsbedarf und erinnert mich regelmäßig ans Trinken. Meine Getränkeaufnahme kann ich ganz leicht loggen, indem ich auf vorkonfigurierte oder selbst konfigurierbare Gefäßgrößen tippe. Dargestellt wird mein Trinkverhalten dann gut nachvollziehbar in Graphen und Statistiken.

Warum: Um Dehydrierung und deren Folgen (Schwindel, Kopfschmerzen etc.) vorzubeugen.

Lesen: Zeitschriften und Bücher auf dem Smartphone

Da durch den Wechsel von Hitze und Kälte mein Kreislauf stark gefordert wird, muss ich mich zwischen zwei Saunagängen ausruhen. Mindestens zehn Minuten gönne ich mir, gerne auch deutlich länger. Die Ruhezeit überbrücke ich meist mit Lesen. Wenn mir nach Zeitschriftenblättern ist, stöbere ich in meiner Readly-App (kostenloser Test, danach 9,99 Euro/Monat für iOS und Android). Hier kann ich sowohl verschiedene User-Profile als auch meine Magazin-Favoriten aus einer Auswahl von rund 1.700 Zeitschriften verschiedener Genres anlegen. Den Lesestoff kann ich dann entweder online lesen oder herunterladen. Die Magazine stehen mir dauerhaft zur Verfügung, sowohl die aktuellen, als auch die vorherigen Ausgaben.

Warum: Für Zeitschriften-Fans eine tolle und kostengünstige Möglichkeit jede Menge Magazine zu durchforsten und neue zu entdecken.

Ebenfalls eine günstige Möglichkeit für Buchfreunde ist das Angebot der Onleihe-App (gratis für iOS und Android), mit der immer mehr öffentliche Büchereien arbeiten. Hier in Hamburg musste ich zunächst zur Hauptfiliale und Mitglied werden – es gab die Option der etwas günstigeren reinen digitalen Mitgliedschaft und der kombinierten Online-/Real-Mitgliedschaft. Über die Daten auf seinem Mitgliedsausweis habe ich Zugriff auf eine große Auswahl an Büchern und Zeitschriften und kann mir diese für eine begrenzte Leihdauer auf mein Smartphone laden. Das funktioniert problemlos und rechnet sich meist schon ab dem zweiten Buch.

Onleihe
Onleihe: Bücher in unbegrenzter Leihdauer auf dem Smartphone (© 2016 )

Wenn ich mal keine Lust zum selbst lesen habe, lasse ich mir von Audible (kostenloser Test, danach 9,90 Euro im Monat, für iOS und Android) Hörbücher vorlesen. Für die Abogebühr bekomme ich pro Monat ein Hörbuch zum dauerhaften Download, auch Zeitschriften stehen zur Auswahl. Auch bei Napster findet sich eine große Anzahl an Hörbüchern.

Warum: Weil wenig die Gedanken so schön von Alltagssorgen ablenkt wie eine gute Geschichte.

Relaxen: Mit Meditation und Musik

Mini-Meditationen von wenigen Minuten Dauer mache ich gerade am liebsten mit der App Stop-Breathe-Think, (kostenlos plus In-App-Käufe für iOS und Android). Mir gefällt zum einen die Aufmachung der App, zum anderen mag ich das Feature, vor Beginn der Entspannungs-Session meine aktuelle Gefühlslage angeben zu können.

Stop Breathe & Think: Meditate
Stop Breathe & Think: Meditation abgestimmt auf die aktuelle Gefühlslage (© 2016 )

Wenn ich einfach nur einen Klangteppich im Ohr haben möchte, klicke ich auf Relax Melodies (kostenlos plus In-App-Käufe, für iOS und Android). Hier kann ich meine Lieblings-Klänge und Melodien mixen, auf bereits zusammengestellte zurückgreifen und mir außerdem einen Timer stellen, falls ich vor lauter Entspannung wegdösen sollte.

Warum: Weil Saunaruheräume dadurch noch entspannender werden.

Sauna ist gut für Körper und Seele

Nach zwei bis drei Saunagängen bin ich meist platt und fühle mich so als käme ich gerade aus einem Kurzurlaub. Wie gut mir Saunieren tut, merke ich übrigens nicht nur an meiner deutlich besseren Stimmung sondern auch an meinem starken Immunsystem, die beide grauem Himmel und Dauerregen standhalten. Das ist übrigens nicht nur mein subjektiver Eindruck: Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass regelmäßige Saunabesuche sich positiv auf die körperliche Gesundheit auswirken. Saunieren härtet ab, tut Körper und Seele gut, hilft bei der Regeneration nach dem Sport und man braucht keine spezielle Ausrüstung.

Aufmacherbild: (© 2016 istock.com/nd3000)

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