Nokia 5 und 6: Die neuen Android-Smartphones im Hands-on

Nokia 5 und 6Leser-Tipp

Mit gleich zwei neuen Android-Smartphones kehrt die Kult-Marke Nokia in unseren Alltag zurück. Sollten wir die beiden Geräte in unserer Mitte willkommen heißen? Das erfahrt ihr von Guru Florian, der schon beide Smartphones in den Händen halten durfte.

Endlich gibt es mit dem Nokia 5 und dem Nokia 6 wieder neue Smartphones der legendären Handy-Marke. Nach der Rückkehr des Retro-Smartphones 3310 ist das für mich eine willkommene Auferstehung der finnischen Mobilgeräte. Deswegen habe ich mich auch besonders gefreut, mir gleich beide Geräte anschauen zu können. Tief in die Tasche müsst ihr für die beiden Neuvorstellungen nicht greifen: Das Nokia 6 kostet rund 250 Euro, das Nokia 5 rund 210 Euro.

Anders als zuvor läuft auf den beiden neuen Smartphones nicht Windows Mobile, sondern das aktuelle Android Nougat. Hier erfahrt ihr, wie die beiden Neuheiten sich im ersten Hands-on schlagen. Mit einem Klick oder Tippen springt ihr direkt zu dem Gerät eurer Wahl:

Nokia 5 und 6
Die Neuheiten mit der finnischen Traditionsmarke: das Nokia  5 (links) und das Nokia 6 (rechts) (© 2017 )

Nokia 6: Die große Mittelklasse

Mit dem Nokia 6 sollen auch Nutzer mit gehobenen Ansprüchen ins Sortiment der Nostalgie-Marke finden. Das Nokia 6 ist mit einem größeren 5,5-Zoll-Display ausgestattet – glücklicherweise in Full-HD-Auflösung für ein ungetrübtes Lesevergnügen.

Genau wie der kleine Bruder hat auch das Nokia 6 ein schnittiges Metallgehäuse. Anstelle von Rundungen setzt das größere Gerät jedoch auf scharf geschliffene Kanten – und widersetzt sich damit angenehm dem derzeitigen Trend der abgerundeten Seiten.

Einen Fingerabdrucksensor hat natürlich auch das Nokia 6. Dafür hat es zumindest für Audiophile ein nettes Gimmick: Mit einem Dual-Lautsprecher und der Dolby-Atmos-Technologie soll es für einen realistischen Sound sorgen, wenn ihr es ohne Kopfhörer nutzt. Im kurzen Hands-on hinterlässt der Klang bei mir einen sehr guten Eindruck.

Bessere Fototechnik

Geknipst wird mit einer 16-Megapixel-Kamera, die auf eine ausgekügelte Fokustechnik setzt – auch hier hebt sich das Nokia 6 von dem kleineren 5er-Modell ab. Für Selbstportraits kommt hingegen die gleiche 8-MP-Kamera zum Einsatz.

Weitere Gemeinsamkeiten sind das beinahe puristische Android-Betriebssystem, der Snapdragon-430-Prozessor sowie der 3.000 mAh starke Akku. Dafür hat das Nokia 6 mit 3 Gigabyte RAM etwas mehr Arbeitsspeicher und bietet mit 32 Gigabyte auch etwas mehr Speicherplatz für eigene Dateien.

Fazit: Kantiger Alleskönner

Ein solider Alltagsbegleiter: Das Nokia 6 macht es mit seinem Design etwas anders, setzt technisch aber auf etablierte Mittelklasse-Standards. Im ersten Hands-on hinterlässt es einen guten Eindruck. Wie bereits erwähnt, gibt es auch beim Nokia 6 noch keinen offiziellen Preis, ersten Quellen zufolge dürfte sich der kantige Alleskönner aber bei etwa 230 Euro einfinden – und ist damit ein schickes Smartphone für budgetbewusste Individualisten.

Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers für das Nokia 6 liegt bei 249,90 Euro.

Nokia 5: Die Einsteiger-Variante

Das Nokia 5 ist vermutlich am besten für das günstigere Einsteigersegment geeignet, denn abgesehen von seinem schnittigen Äußeren ist es mit recht einfacher Hardware ausgestattet. Mit einer Displaygröße von 5,2 Zoll trifft es den derzeitigen Standardwert recht genau – allerdings hat der Bildschirm lediglich eine HD-Auflösung. Das fällt jedoch nur gering ins Gewicht, denn der Bildschirm ist ebenso leuchtstark wie blickwinkelstabil. Dank Fingerabdrucksensor lässt sich das Nokia 5 in Windeseile entsperren, was im ersten Test auch sehr zuverlässig funktioniert.

Schickes Metallgehäuse mit Rundungen

Sicherlich das stärkste Feature des Nokia 5 ist das abgerundete Metallgehäuse, wodurch es einen sehr edlen Touch erhält. Das gebürstete Metall liegt angenehm kühl in der Hand und rutscht nicht so leicht weg wie ich es von anderen Smartphones kenne.

Kommen wir zu den Kameras: Die Hauptkamera knipst mit 13 Megapixeln, das vorderseitige Objektiv für Selbstportraits mit 8 Megapixeln. Mit dem Weitwinkelobjektiv gelingen auch Gruppenbilder recht einfach.

Was mir als Android-Liebhaber besonders gut an den neuen Nokia-Smartphones gefällt – und damit natürlich auch an der 5er-Variante: Softwareseitig setzt das Nokia 5 auf ein nahezu unverändertes Android-Interface auf Basis der aktuellen Version 7.0. Das heißt: keine unnötigen, vorinstallierten Anwendungen, sondern fast alles genau so, wie Google es entwickelt hat.

Technisch ist das Smartphone mit einem Snapdragon-430-Prozessor und 2 Gigabyte RAM recht abgespeckt. Das macht sich beim schnellen Wechsel zwischen Apps hin und wieder bemerkbar. Dafür schafft das Smartphone mit seinem 3.000 mAh starken Akku zuverlässig lange Laufzeiten.

Die 16 Gigabyte interner Speicher fallen in meinen Augen etwas gering aus, allerdings könnt ihr eure Musik und Filme per microSD-Karte auslagern.

Fazit: Gelungener Einsteiger

Das Nokia 5 ist ein Einsteiger-Smartphone, das sich mit schickem Design von der Masse abzuheben weiß. Nicht zuletzt dürfte das klassische Markenemblem für neugierige Blicke sorgen. Daneben gibt es eine solide Mischung aus solider Performance und ausdauernder Laufzeit. Wie eingangs erwähnt, gibt es noch keinen offiziellen Preis, das Gerät dürfte sich aber an der 200-Euro-Grenze aufhalten.

Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers für das Nokia 5 liegt bei 209,90 Euro.

Aufmacherbild: (© 2017 )

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