Die besten Reise-Apps: Von A wie Ankommen bis Z wie Zurückkehren

Urlaub, ReisenUPDATE

Das Smartphone ist schon lange der effizienteste Reisebegleiter. Guru Sabrina jettet gerne in der Welt umher. Welche Apps sie dabei besonders nützlich findet, zeigt sie euch hier.

Zum Leidwesen meiner Mutter düse ich ständig in der Weltgeschichte umher. Als Individualtourist bin ich dabei gerne alleine und abenteuerlustig unterwegs. Die einzigen, die immer mit dabei sind: mein Rucksack, meine Ukulele und mein treuester Begleiter, mein Smartphone. In einem anderen Artikel habe ich euch schon erzählt, wie ich mein Smartphone im Flieger nutze um mir die Zeit zu vertreiben und was offline alles möglich ist. Heute erzähle ich euch, welche Reise-Apps sich noch auf meinem Smartphone befinden und wie diese auch eure Reise bereichern können.

Die günstigsten Flüge finden: SkyScanner und Momondo

Ich habe in den letzten Jahren ungefähr überall gebucht, wo man buchen kann, bin aber bei diesen beiden Webseiten mit ihren dazugehörigen Apps hängengeblieben – und das aus gutem Grund:

Bei Skyscanner (kostenlos für Android/iOS/ Windows Phone) habe ich immer unkompliziert günstige Flüge gefunden. Top für unterwegs: Die Flugfinder-App zeigt euch an, ob ihr den gewünschten Flug auf der Webseite der Fluggesellschaft bequem per Smartphone buchen könnt oder ob das total umständlich wird und ihr lieber woanders buchen solltet. Auch für Menschen, die einfach nur wegwollen, egal wohin, ist Skyscanner optimal: Wählt ihr hier ein Datum aus und tippt auf "Alle Orte", spuckt euch die App alle möglichen Reiseziele aus, die zu eurem Wunschdatum besonders günstig zu erreichen sind.

Skyscanner: Übersichtlich, funktionell und voll günstiger Flüge
Skyscanner: Übersichtlich, funktionell und voll günstiger Flüge

Beim Flugfinder Momondo (ebenfalls kostenlos für Android/iOS) zeigt euch ein Balkendiagramm an, an welchen Tagen ihr am günstigsten weg- und wieder zurückkommt. Manchmal lohnt es sich schon, seinen Trip einen Tag nach vorne oder hinten zu schieben, um viel Geld zu sparen. Mir jedenfalls hat das schon ein paar Münzen mehr in der Urlaubskasse beschert.

Sowohl SkyScanner als auch Momondo fungieren auch als Hotelsuche, ausprobiert habe ich das bisher aber nicht, da ich in Sachen Unterkünfte lieber auf Airbnb setze, dazu gleich mehr.

Airbnb: Wohnen wie die Einheimischen, Tarzan oder Robinson Crusoe

Klar ist Airbnb schon lange kein Geheimtipp mehr, dennoch darf die App in dieser Auflistung nicht fehlen. Bei Airbnb gibt es nämlich weltweit die authentischsten und unkonventionellsten Unterkünfte. Hier inserieren nämlich nicht die großen Hotel-Ketten und 08/15-Anbieter, sondern Menschen wie du und ich, und zwar alle möglichen Formen des Wohnens: Wie wäre es zum Beispiel mit einer Übernachtung im Kloster? Einem Baumhaus im Dschungel? Oder gleich einem Hausboot? Airbnb punktet vor allem durch den persönlichen Kontakt mit den Gastgebern, die oft noch viel mehr bereitstellen als ihr Heim. Ich habe mich schon oft in Unterkünften wiedergefunden, wo absolut herzige Gastgeber mich mit selbstgebackenem Brot und eigenen Marmeladen verköstigt haben und mich kaum aus dem Haus ließen ohne mir tolle Insider-Tipps mit auf den Weg zu geben. Eine wunderbare Erfahrung!

Airbnb: Hier finden sich definitiv die ungewöhnlichsten Unterkünfte der Welt.
Airbnb: Hier finden sich definitiv die ungewöhnlichsten Unterkünfte der Welt. (© 2017 )

Verschafft euch doch mal einen Überblick auf Airbnb.com und installiert euch die Gratis-App für iOS oder Android. Da mittlerweile schon einige Anbieter von Ferienunterkünften die Option "Sofortbuchung" anbieten, könnt ihr über Airbnb auch noch spontan einen Schlafplatz für den Abend finden. Noch mehr Spontaneität gewährleisten euch die Apps Hotel Tonight oder Agoda (gratis für iOS und Android). Hier findet ihr mit Sicherheit immer noch spontan einen Platz für die Nacht, dann aber ganz klassisch im Hotel oder Gästehaus.

Apps eurer Fluggesellschaft: Immer up to date über euren Flug

Das Flugticket ausdrucken und im Handgepäck verstauen gibt ein Gefühl der Sicherheit und "Jetzt geht's los!". Doch auch auf eurem smarten Begleiter machen die Infos eine gute Figur. Bestimmt bietet auch eure Fluggesellschaft eine eigene App an, wo ihr euren Flugstatus einsehen oder auch mobil die Bordkarte nutzen könnt. So bleibt ihr immer auf dem Laufenden, erfahrt Änderungen am Gate und kommt ohne zerknüllte Bordkarte ans Ziel. Nicht nur die großen Airlines wie Lufthansa, British Airways & Co. bieten mittlerweile eigene Apps an. Auch Low Budget Airlines wie Easyjet und viele andere ersparen euch per App Zeit und Mühe. Vor Reisebeginn zu schauen ob die Airline eine eigene App im App Store oder in Googles Play Store hat, lohnt also.

Wer auf Reisen mehr als eine Fluggesellschaft nutzt, ist mit dem Flug-Tracker "FlightAware" gut beraten: Die App zeigt euch, welche Flieger gerade wo sind – gratis für iOS und Android.

LoungeBuddy: Für lange Aufenthalte an Flughäfen

Zwölf Stunden Aufenthalt in Dubai? Dann kann man sich entweder auf den Wüsten-Teppich neben der Rolltreppe legen – oder man schaut, welche der Flughafen Lounges einem noch ein Plätzchen anbieten können. Mit Lounge Buddy könnt ihr euch per App einen würdevolleren Platz zum Chillen buchen. Klar, das kostet, aber gerade auf elendig langen Reisen sollte man sich den Spaß gönnen und ein bisschen ausgeruhter am Ziel ankommen. LoungeBuddy gibt es gratis für iOS und Android.

Was tun vor Ort? TripAdvisor hat die Antwort

Wo soll ich essen, welches sind die schönsten Aussichtspunkte in der Gegend, und wo lasse ich mir am besten die müden Füße massieren? TripAdvisor ist ein Reiseforum, welches sich aus Bewertungen seiner gigantischen Community speist. So finde ich vor allem bei Hotels auch ehrliche und ungeschönte Fotos der Zimmer, aber auch Insider-Tipps zu unbekannteren Restaurants und anderen schönen Orten, sowie Bewertungen zu ganzen Landstrichen (wie zum Beispiel Surf-Buchten), Warnungen vor Abzocke und anderen unschönen Aspekte des Reisens. TripAdvisor gibt es gratis für iOS und Android.

TripAdviser
TripAdvisor: Eine riesige Reise-Community kennt alle Hotspots (© 2017 )

Wo bin ich, und wo muss ich hin? Maps: Offline

Die beste Karten-App auf dem Smartphone ist nichts wert, wenn ihr sie nicht offline benutzen könnt. Mit ein paar Handgriffen könnt ihr bei Google Maps Kartenmaterial aber schon im Vorfeld herunterladen: Drückt mit dem Finger etwas länger auf einen beliebigen Punkt auf der Karte. Daraufhin zieht ihr den weißen Infobalken am unteren Bildschirmrand nach oben und wählt hier "Herunterladen". Mit diesen abgespeicherten Karten könnt ihr im Ausland keine klassische Routenführung starten – zumindest aber "manuell" durch Stadt und Land navigieren, denn euer Standort wird per GPS angezeigt. Eine praktische Anleitung dazu, wie ihr ohne Datennutzung im Ausland navigiert, findet ihr hier.

Mobilität per App: Andere Länder, andere Taxi-Sitten

Dass ich als Touri für Taxifahrten deutlich mehr ausgebe als Einheimische, ist mir bewusst – aber ab irgendeinem Punkt wird es lächerlich. Solltet ihr auch merken, dass ihr die Touri-Pauschale doppelt und dreifach zahlt oder ihr einfach keine Lust habt, euch ständig mit Taxifahrern um Kleckerbeträge und Trinkgelder zu streiten, dann schaut, welche Taxi-App in eurem Reiseland am meisten genutzt wird.

In Deutschland ist es mit Sicherheit MyTaxi (gratis für iOS und Android), anderer Orts kann es aber auch der private Fahr-Service Uber sein (gratis für iOS und Android), der euch mit wenigen Fingertipps ohne Umschweife und Gelaber von A nach B bringt. Das Schöne daran ist, ebenso wie bei MyTaxi, dass ihr genau seht, wer euch da abholen kommt und auch eine Bewertung hinterlassen könnt. Demnächst fliege ich nach Sri Lanka, Uber verkehrt dort nur in Colombo, doch in entsprechenden Reiseforen wurde mir der Taxi-Service PickMe (gratis für iOSAndroid und Windows) empfohlen, der offenbar auch in umliegende Städte fährt. Ich werde das jedenfalls testen!

PickMe
Andere Länder, andere Taxi-Apps. Mit PickMe fährt man durch Sri Lanka. (© 2017 )

Ihr seht: Etwas Recherche lohnt sich, damit ihr vor Ort weniger doof und genervt in der Gegend herumsteht. Egal für welchen Dienst ihr euch entscheidet, legt euch am besten vor der Abreise ein Benutzerkonto an (das geht per App oder Desktop), dann habt ihr vor Ort keine Scherereien mehr und seid direkt mobil.

Das kostet jetzt wie viel?! Ein Währungsrechner ist ein Muss

Wie oft habe ich schon komplett entgeistert geguckt, wenn mir ein Preis genannt wurde. Umso peinlicher, wenn er sich nach Eingabe in den Währungsrechner als absoluter Kleckerbetrag entpuppt hat. Mit einem Währungsrechner seid ihr auf der sicheren Seite und erspart euch lästiges Zahlen-Jonglieren in den Tausendern. Zum Beispiel mit XE Currency Apps (gratis für iOS/ Android/ Windows Phone/Blackberry).

Der Dolmetscher in der Hosentasche: Google Translate

Nichts bringt einen in fernen Ländern so weit wie ein Lächeln – und ein "hallo" und "danke" in der jeweiligen Landessprache. Wenn es darüber hinaus geht, steht man oft ganz schön blöd da, auch wenn man fließend Hand-und-Fuß-Sprache spricht und wilder gestikuliert als Italiener. Besser ist da eine Übersetzungs-App. Mit Google Translate seid ihr auf der sicheren Seite und könnt selbst offline noch 52 Sprachen knacken. In Sachen Grammatik ist die App zwar nicht immer auf der Höhe, als Wörterbuch kommt ihr damit aber gut zurecht. Vor allem bei Speisekarten in Restaurants lassen sich so einige böse Überraschungen vermeiden... Google Translate gibt es gratis für iOS und Android.

Google Translate
Google Translate: Immer auf der sicheren Seite (© 2017 )

Ein Klassiker: Das Handy als Taschenlampe

Dieser Tipp ist nicht wirklich ein Geniestreich, hat sich für mich aber oft als nützlich erwiesen. Nicht, dass ich so doof wäre, eine Rucksackreise ohne Taschenlampe anzutreten, aber manchmal habe ich es in Situationen dann doch versemmelt: Wenn ich zum Beispiel deutlich länger draußen geblieben bin als ich vorhatte – und meine Taschenlampe wohl behütet in meiner Strandhütte lag. Gut, dass es Taschenlampen-Apps gibt, die euch den Weg oder in den Rucksack leuchten, zum Beispiel diese hier: Superhelle LED Taschenlampe (gratis für Android) oder Everlight Free (gratis für iOS).

LED Taschenlampe
LED Taschenlampe: Ein Tool, das man zu schätzen lernt, wenn man die Taschenlampe nicht dabei hat (© 2017 )

Noch ein paar Insider-Tipps, wie ihr das Smartphone prima auf Reisen nutzt

Wie schon eingangs erwähnt, könnt ihr euer Smartphone vor Reisebeginn zu einer kleinen offline Entertainment-Zentrale ausbauen und im Flieger oder auf langen Busfahrten eure Lieblingsmusik, Hörbücher hören oder eure Serien schauen. Aber auch als Back-Up für eure wichtigsten Dokumente ist das Smartphone eine Top-Adresse: Ich fotografiere stets meine wichtigsten Dokumente ab: Reisepass, Einreise-Stempel (das ist wichtig, falls euch euer Pass abhanden kommt und ihr zur Botschaft müsst), aber auch meinen Impfpass und meine Versichertenkarte. Natürlich bringen all diese Dinge nichts, wenn euch all eure Habseligkeiten abhanden kommen. Deswegen empfehle ich die Nutzung eines Cloud-Dienstes, wie Google Drive. So wandern eure abfotografierten Dokumente in die Cloud, und ihr habt weiterhin online Zugriff darauf. Und: Auch eure geliebten Urlaubsfotos sind nicht auf immer verloren.

Strassenschild in Bangkok
Straßenschild in Bangkok: Fotografiert die Orte ab, zu denen ihr später zurück finden müsst. (© 2017 )

Noch mehr Life Hacks zum Thema Reisen mit Smartphone findet ihr übrigens hier. Und wenn ihr euch auf Reisen fit halten wollt und noch die passenden Sport-Apps für den Urlaub sucht, schaut in unserem entsprechenden Fitness-Ratgeber vorbei. In diesem Sinne: Eine wunderbare Reise, kommt wohlbehalten wieder zurück!

Aufmacherbild: (© 2017 CC: Unsplash/Wanaporn Yangsiri)

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